Granit Xhaka hat einen schweren Stand bei den Fans von ​Arsenal London. Bei seiner Auswechslung im Ligaspiel gegen Crystal Palace (2:2) wurde der defensive Mittelfeldspieler unter Buhrufen und Pfiffen ausgewechselt und peitschte die Fans auf dem Weg zum Spielfeldrand höhnisch an. Angesprochen darauf wurde Borussia Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl auch nach einer möglichen Rückkehr befragt - überzeugt klang er davon aber nicht. 


Auch in seiner vierten Saison beim FC Arsenal ist Granit Xhaka Stammspieler, geschont wird der Schweizer von Gunners-Coach Unai Emery lediglich in der Europa League. Zufrieden sind die Fans mit seinen Leistungen aber nicht. Als Xhaka gegen Crystal Palace in der 61. Minute für Bukayo Saka weichen musste, wurde er von ironischem Beifall begleitet. Nachdem Xhaka das Publikum im Emirates Stadium höhnisch anfeuerte und sich die Hand hinter das Ohr hielt, wurde aus dem Beifall ein Pfeifkonzert.


"Wir werden intern darüber sprechen. Denn seine Reaktion war falsch", sagte Emery laut Express nach der Partie. ​Der Spanier strich Xhaka im Anschluss aus dem Aufgebot für das Carabao-Cup-Spiel beim FC Liverpool (Mittwoch, 20:30 Uhr).


Rückkehr nach Gladbach nicht mehr als ein Traum


In London steht Xhaka noch bis 2023 unter Vertrag, vor der Saison wurde er zum neuen Mannschaftskapitän ernannt. Steht nach dem Eklat am Sonntag möglicherweise eine Trennung im Raum? Bei Gladbach-Sportdirektor Max Eberl wurde vor dem DFB-Pokalspiel bei Borussia Dortmund (Mittwoch, 20:45 Uhr) nachgehakt. Die eindeutige Antwort: "Ich bin kein großer Freund von Rückholaktionen."


Arsenal habe vor drei Jahren "berechtigt viel Geld" - in Zahlen 45 Millionen Euro - "für einen sehr guten Spieler bezahlt. Granit wollte den nächsten Schritt gehen, das hat er definitiv gemacht." Die jüngsten Vorfälle zwischen Xhaka und den Fans könne er "nicht direkt nachvollziehen, weil ich nicht so nah dran bin. Ich finde es nur befremdlich, weil ich den englischen Fußball anders kenne. Der Support für den eigenen Verein und die eigenen Spieler ist normalerweise außergewöhnlich." 


Eine tatsächliche Rückkehr von Granit Xhaka würde allerdings auch bei einem ernsthaften Interesse nur ein Traum bleiben. Aufgrund der langen Vertragszeit würden die Gunners den Mittelfeld-Mann wohl nur für teures Geld abgeben - doch Gladbachs Rekordeinkäufe Alassane Plea (23 Mio. Euro, kam von OGC Nizza) und Matthias Ginter (17 Mio. Euro, kam von Borussia Dortmund) kommen nicht einmal addiert auf die Summe, die Arsenal an die Fohlen zahlte.