​In der Vorsaison galt Joe Gomez als großer Gewinner der wiedererstarkten ​Liverpooler. Als Innenverteidiger glänzte er neben Virgil van Dijk, doch eine Knöchelverletzung warf ihn im Winter aus der Bahn. Seitdem kam er nicht wirklich in die Spur und ist mit seinen Einsatzzeiten unter Jürgen Klopp unzufrieden.


Es hätte der ganz große Durchbruch werden können. Der 22-jährige Joe Gomez machte in der vergangenen Saison einen riesigen Schritt und avancierte neben Weltstar Virgil van Dijk zum Stammspieler. Bis zum 15. Spieltag absolvierte der Engländer elf Partien über die gesamte Spielzeit, und das allein in der Liga. Doch dann verletzte er sich gegen den FC Burnley am Knöchel und fiel nach einer Operation monatelang aus.


Erst im April dieses Jahres kehrte er für wenige Kurzeinsätze zurück. In der Sommerpause wollte sich der Youngster seinen Stammplatz zurück erkämpfen, doch die Verhältnisse in dieser Saison sind etwas anders. Nun hat ihm Joel Matip den Rang abgelaufen, die rechte Außenverteidigerposition ist mit Trent Alexander-Arnold ebenfalls besetzt. Und so bringt es Gomez in dieser Saison gerade einmal auf sieben, meist kurze Einsätze.


Baldiger Abschied ist denkbar


Wie unsere englischen Kollegen von 90min berichten, ist der Defensivspieler mit seiner aktuellen Situation enorm unzufrieden ist. Da er verletzungsfrei und topfit aufspielen könnte, zeigt er sich von den wenigen Einsätzen umso enttäuschter. Nach exklusiven Informationen denkt er sogar über einen Wechsel nach. Interessenten gäbe es beispielsweise für eine Leihe genug, viele ​Premier-League-Klubs hatten ihr Interesse bereits im Sommer geäußert.​


Vereine wie Tottenham Hotspur oder der ​FC​ Arsenal könnten sich gute Chancen ausrechnen. Denn Gomez will sich auf hohem Niveau weiter beweisen und nicht auf der Bank des LFC auf seine Chancen warten. Ein Transfer wäre für die möglichen Abnehmer allerdings ein teures Unterfangen. Der Wert des Engländers ist im Zusammenhang mit seinem bis 2024 laufenden Vertrag enorm hoch.


Ob Liverpool überhaupt daran denkt, Gomez abzugeben, hängt auch mit den weiteren Alternativen im Kader ab. Dort würde für das Zentrum einzig Dejan Lovren zur Verfügung stehen. Sollte sich ein Akteur verletzen, wäre also definitiv Not am Mann. Die nächsten Monate werden für den Defensivspieler also sehr interessant, viel Geduld hat der ambitionierte Profi anscheinend aber nicht.