Nach der historischen 0:9-Pleite des FC Southampton gegen Leicester City muss Ralph Hasenhüttl mehr denn je um seinen Job bangen. Laut Daily Mail soll bereits eine Liste mit potenziellen Nachfolgern angefertigt worden sein. 


Der Freitagabend stellt den Höhepunkt einer bis dato unterwältigenden Saison der Saints dar. Mit nur acht Zählern belegt die Mannschaft den 18. Tabellenplatz, Aufsteiger Norwich City könnte am Sonntag vorbeiziehen, sollte Daniel Farke auch gegen Manchester United eine Überraschung gelingen. 


Trotz Investitionen in Höhe von 58,6 Millionen Euro ist kaum eine Entwicklung unter Hasenhüttl festzustellen. Der Österreicher heuerte im Dezember vergangenen Jahres als Nachfolger des zuvor entlassenen Mark Hughes an und bewahrte den Klub mit 31 Punkten aus 25 Spielen vor dem Abstieg, in dieser Saison feierte Southampton aber nur zwei Siege in zehn Ligaspielen. 

Ralph Hasenhuttl

  In der Premier League wartet Ralph Hasenhüttl (Foto) seit fünf Spielen auf ein Erfolgserlebnis. Der ehemalige Trainer von RB Leipzig soll vor dem Aus stehen



Seit September sammelte die Mannschaft nur vier Punkte, drei davon stammen vom fünften Spieltag, als Sheffield United mit 1:0 bezwungen wurde. Nach vier Niederlagen aus den darauffolgenden fünf Partien und der historischen Pleite gegen Leicester steht das Torverhältnis bei 9:25. Zum Vergleich: Manchester City kassierte in der abgelaufenen Spielzeit nur 23 Gegentore, der FC Liverpool sogar nur 22.


Einem Bericht der Daily Mail zufolge sei der Klub bereits für eine Trennung von Hasenhüttl gerüstet. Intern soll es eine Liste mit potenziellen Nachfolgern geben, Namen wurden nicht genannt. Der Druck auf den 52-Jährigen habe sich in den vergangenen Wochen enorm vergrößert, neben den schwachen Ergebnissen sollen die Spieler auch Hasenhüttls Arbeitsmethoden hinterfragen.


Gnädig ist der Spielplan in dieser schweren Phase aber nicht. In der kommenden Woche treten die Saints gleich zweimal bei Manchester City an, erst im Carabao Cup (Dienstag, 29.10), danach in der Premier League (Samstag, 02.11). Ob Hasenhüttl die beiden Pflichtspiele gegen Pep Guardiola bestreiten darf, sei jedoch zweifelhaft.


Hasenhüttl: "Es war ein Desaster"


"Ich muss mich für diese Leistung entschuldigen. Ich übernehme die Verantwortung zu 100 Prozent", sagte Hasenhüttl laut ​The Times auf der Pressekonferenz am Freitagabend. "Es war ein Desaster. Ich arbeite seit 12, 13 Jahren als Cheftrainer und das ist eine Erfahrung, die ich noch nie in meinem Leben gemacht habe." 


Gebraucht hätte es diese Erfahrung wohl nicht - denn es ist nicht unwahrscheinlich, dass sie ihn um seinen Job bringen wird.