​Nach der verdienten 2:0-Niederlage gegen Inter Mailand muss der BVB am Wochenende Wiedergutmachung leisten. Und welches Spiel bietet sich da besser an als das Revierderby gegen den FC Schalke? Nur: Die Dortmunder bangen vor der Partie um einige Spieler.


Bereits gegen ​Inter Mailand hatte neben dem mittlerweile dauerverletzten Paco Alcacer (Achillessehnen-/Wadenprobleme) und Marcel Schmelzer (Zerrung im Hüftbeuger) auch BVB-Kapitän Marco Reus aufgrund eines grippalen Infekts gefehlt. Während das erstgenannte Duo laut Lucien Favre auch gegen ​S04 weiter ausfallen wird, ist ein Einsatz von Reus nicht ausgeschlossen.


Einsatz von mehreren BVB-Spielern fraglich


"Wir werden sehen, ob der Einsatz von Marco Reus möglich ist, aber es war viel besser", erklärte der Schweizer auf der obligatorischen Pressekonferenz (via RuhrNachrichten) vor dem Derby. Gleichzeitig schob der ​BVB-Coach aber auch nach, dass dafür andere Spieler fraglich seien: "Wir haben noch ein paar Spieler, die erkältet sind. Da müssen wir abwarten." Um wen es sich dabei handelt, ließ Favre offen.

Nun liegt natürlich der Verdacht nahe, dass sich diese (nicht näher genannten) Spieler ausgerechnet bei Marco Reus angesteckt haben, der trotz seiner Erkrankung noch am vergangenen Wochenende gegen Gladbach im Kader gestanden hatte und sogar aufgelaufen war. ​Schon unmittelbar nach der Partie hatte ein großer Teil der Dortmund-Fans diese Entscheidung kritisiert.


Doch unabhängig davon, welche Spieler am Samstag letztlich auf dem Rasen stehen werden: Für den BVB zählt nur der Sieg, um die Wogen nach den unruhigen Wochen wieder ein wenig zu glätten. Das weiß auch Sportdirektor Michael Zorc: "Ich erwarte schon, dass man unserer Mannschaft ansieht, dass sie die Bedeutung dieses Spiels kennt und dass sie dieses Spiel unbedingt gewinnen möchte. Ich erwarte, dass man merkt, dass es ein besonderes Spiel ist."


Denn eins ist klar: Sollten die Schwarz-Gelben beim Erzrivalen patzen, wird die Stimmung in Dortmund noch gereizter - und der Job von Favre mehr denn je in Frage gestellt. Noch gibt sich der Schweizer aber cool: "Es ist heutzutage so. Wenn es gut läuft, ist es übertrieben. Wenn es nicht so gut läuft, ist es auch übertrieben. Ich habe kein Problem damit und kann damit sehr gut leben. Ich konzentriere mich auf meinen Job."