​Eintracht Frankfurt wird Einspruch gegen den von der UEFA verhängten Zuschauer-Ausschluss für das Europa-League-Spiel gegen Arsenal London einlegen, wie Sportvorstand Axel Hellmann bestätigte.


"Wir werden das machen, aber die entscheidende Frage wird das Timing sein. Da haben wir noch keine genaue Vorstellung", wird Hellmann von der Frankfurter Rundschau zitiert. Hintergrund sind die ​Ausschreitungen beim Auswärtsspiel gegen Vitoria Guima​raes am 03. Oktober, als Fans des portugiesischen Erstligisten den Gästeblock laut ​kicker noch vor Anpfiff provozierten. Beide Fanlager sollen sich mit Sitzschalen beworfen haben, daraufhin sei der Gästeblock von der Polizei geräumt worden.


Erst im Januar wurde die Eintracht wegen wiederholter Vorfälle zu einem Zuschauer-Ausschluss auf Bewährung sowie einer Geldstrafe von 80.000 Euro verurteilt. Nach den erneuten Vorfällen in Guimaraes wurde die zweijährige Bewährungsstrafe allerdings aufgehoben und ein Ausschluss für die beiden Auswärtsspiele gegen Standard Lüttich (07.11) und Arsenal London (28.11) verordnet.


Verbot in Lüttich bleibt bestehen - Hoffnung für London


In Lüttich wird der Vorjahres-Halbfinalist definitiv auf die Unterstützung seiner Anhänger verzichten müssen, für das vorletzte Gruppenspiel in London will der Klub aber Einspruch einlegen. Dies deutete Hellmann bereits unmittelbar nach der Urteilsverkündung an. "Das ist zweifellos eine harte Entscheidung der UEFA", sagte der 48-Jährige, "natürlich werden wir, sobald uns die Entscheidungsgründe vorliegen, zumindest mit Blick auf das Spiel in London auch die Erfolgsaussichten einer Berufung prüfen."


Derzeit befinde man sich in Gesprächen mit den Fangruppierungen, um den Vorfall in Guimaraes aufzuarbeiten. In einem offenen Brief, der von mehreren Gruppierungen unterzeichnet wurde, wehrten sich diese vehement gegen das UEFA-Urteil (zitiert via ​hessenschau): "Bestraft werden wir, weil eine größere Gruppe Heimfans völlig ungehindert direkt neben dem Gästeblock auftauchen konnte. Die Frankfurter Fanszene wird wohl niemals eine werden, die sich einfach Sitzschalen an den Kopf werfen lässt und auf derlei Provokationen nicht reagiert", heißt es unter anderem.