​​José Mourinho ist mal wieder in aller Munde. Angeblich lernt er seit einiger Zeit Deutsch - was sofort zu Gerüchten um eine mögliche Übernahme des Trainerpostens beim BVB geführt hat. Doch gleichzeitig mehren sich auch in Madrid die Stimmen, die von einer Rückkehr des Portugiesen zu ​Real Madrid ausgehen. 


Deutsch lernen - für Bayern München?


Zum Dortmund-Gerücht nur soviel: José Mourinho ist mit Hans-Joachim Watzke befreundet und hat sich immer wieder lobend über die Entwicklung der Borussia in den vergangenen zehn Jahren geäußert. Dazu soll er begonnen haben, Deutsch zu lernen. Viel mehr Anhaltspunkte für eine künftige Zusammenarbeit zwischen 'The Special One' und Schwarz-Gelb gibt es dann aber auch nicht. Wer weiß: Vielleicht bereitet sich Mourinho ja auch gerade sprachlich auf das Kapitel ​Bayern München vor. 


Heiße Spur zu Real Madrid


Doch die heißeste Spur führt momentan tatsächlich in die spanische Hauptstadt. Für Florentino Pérez ist Mourinho immer noch ein Ideal-Kandidat für den Chefposten im Weißen Haus. Doch nicht alle im Klub teilen die Wertschätzung, die der Real-Boss dem streitbaren Trainer entgegenbringt. Viele haben immer noch nicht vergessen, dass in Mourinhos erster Amtszeit bei Real das Image des Klubs sehr gelitten hat. 


Mourinhos polarisierende und provozierende Art hat das Fan-Lager innerhalb des Klubs gespalten - was vorher auch noch nicht so viele Trainer hinbekommen hatten. Dazu war es Mourinho, der eine absolute Vereinsikone wie Iker Casillas ziemlich unsensibel vom Hof jagte. Und der Benzema mit jenem legendären Spruch von "Katzen statt Jagdhunden" vor aller Augen lächerlich machte. 


Von diesen sozialen Komponenten abgesehen, waren seine drei Jahre bei den Königlichen (von 2010 bis 2013) auch nicht unbedingt von strahlendem Erfolg gekrönt: ein Pokal, eine Liga und ein Super-Cup war die gesamte und für Real nicht zufriedenstellende Ausbeute. Die Champions League jedoch, also genau der Wettbewerb über den sich Real Madrid wie über keinen anderen definiert, wanderte in diesen drei Jahren nach ​Barcelona (ausgerechnet!), London und München. 


Dennoch hält sich das Gerücht hartnäckig, dass Mou bald wieder das Sagen hat bei Real. 

Das Internet-Portal DiarioGol will sogar schon wissen, welche Spieler Mourinho nach Madrid locken will - und welche er ausmisten würde. Demnach sollen Harry Kane (Tottenham Hotspur) und Milan Skriniar (Inter Mailand) auf Mourinhos Wunschliste stehen. Der Marktwert der beiden summiert sich laut transfermarkt.de auf 210 Millionen Euro. 


Aus dem aktuellen Real-Kader streichen würde der Portugiese die Alt-Eingesessenen Sergio Ramos, Karim Benzema (die Katze) und Marcelo. Auch für einen Isco wären unter Mourinho die Tage bei Real gezählt. 


Zidane bei Real gefeuert?  Eigentlich undenkbar!


Doch noch ist alles Spekulation. Eines ist nämlich auch klar: Wenn Zinédine Zidane ab jetzt die Kurve kriegt und mit seiner Mannschaft zu siegen anfängt, werden die Argumente gegen den Franzosen immer kleiner. 


Zwar kann Florentino Pérez auch sehr stur sein, aber er hat gleichzeitig auch das Gespür für die Atmosphäre innerhalb des Klubs. Eine der größten und beliebtesten Legenden der gesamten Klub-Historie einfach vor die Tür zu setzen (ohne dafür plausible sportliche Gründe anführen zu können), würde noch nicht mal der allmächtige Klub-Boss wagen.