​Seit Wochen gibt es neben dem angezählten Cheftrainer Niko Kovac beim ​FC Bayern München ein vorherrschendes Thema: Bleibt Vereinsikone Thomas Müller dem deutschen Rekordmeister auch in Zukunft erhalten, oder zieht es den derzeit so häufig von seinem Coach verschmähten Offensivspieler bereits in Bälde - womöglich gar in diesem Winter - zu einem anderen internationalen Spitzenklub? Ein eindeutiges Bild zeichnet sich (noch) nicht ab.


Nachdem Müller in der Bundesliga zuletzt nur als Teilzeitarbeiter gefragt war und über Kurzeinsätze in den jeweiligen Schlussphasen nicht herausgekommen war, durfte der Weltmeister von 2014 beim Champions-League-Spiel der Bayern gegen Olympiakos Piräus am vergangenen Dienstag endlich mal wieder von Beginn an mitwirken. Dabei konnte der 30-Jährige beim 3:2-Erfolg durchaus einen respektablen Auftritt hinlegen und bereite die beiden ersten Treffer der Münchner vor.


Kovac weiter zurückhaltend - Müller drängt auf Winter-Wechsel

​Cheftrainer Niko Kovac verzichtete nach der Partie aber dennoch - wohl keineswegs unüberlegt - darauf​, Müller für seinen ordentlichen Auftritt gegen den griechischen Traditionsverein zu loben. Bereits am Wochenende, wenn es für die Bayern gegen Aufsteiger Union Berlin geht, könnte Müller daher womöglich wieder auf seinen Stammplatz auf der Ersatzbank zurückkehren.


Sollte sich Spieler und Trainer in den kommenden Wochen nicht wieder ein Stück weit annähern, dürfte bei Müller der Wunsch nach einer Luftveränderung immer größer werden. Schon allein aufgrund des ehrgeizigen Selbstverständnisses des Angreifers, ist eine Dauerrolle als Edelreservist über die Saison hinaus nur kaum vorstellbar. Nach Informationen der BILD drängt Müller daher, sollte sich an seiner Situation nichts ändern, bereits in diesem Winter auf einen Abgang von der Säbener Straße.


Inter und Manchester United strecken ihre Fühler aus


Als die Gerüchte um einen möglichen Wechsel des ehemaligen Nationalspielers aufkamen, zweifelte so mancher Experte daran, ob der einst so treffsichere Stürmer aufgrund seiner zuletzt eher schwankenden Leistungen überhaupt einen prominenten Abnehmer für sich auf den Plan rufen könnte. 


Das Spielerprofil von Thomas Müller:

Position​HS​
​Alter​30
​Marktwert​35 Mio. Euro
​Vertragslaufzeit​30.06.2021
​Bayern-Spiele​497
​Bayern-Tore​186
​Bayern-Vorlagen​173


(Marktwert laut transfermarkt.de)


Laut dem kicker soll nun jedoch ​Inter Mailand an einer ​Verpflichtung des Bayern-Profis interessiert sein. Dem Bericht zufolge, haben die Nerazzurri sogar bereits im vergangenen Sommer bei den Münchnern leise angeklopft, "intensivieren" nun jedoch ihre Bemühungen. Der Sport BILD zufolge, soll zudem auch Manchester United über einen Transfer des äußerst erfahrenden Offensivspielers nachdenken.


Sollte es tatsächlich auf einen Transfer hinauslaufen, werden sich die Bayern aber mit Sicherheit nicht gerne über den Tisch ziehen lassen. Ob Inter nach den bereits im Sommer ausufernden Transferbemühungen tatsächlich bereit wäre, erneut tief ins eigene Portemonnaie zu greifen, ist zumindest fraglich.


Führungsriege spricht sich für Müller aus


Da aber längst nicht nur Niko Kovac über Wohl und Wehe der Bayern-Profis entscheidet, ist ohnehin noch längst nicht klar, ob die Münchner tatsächlich bereit wären, ihr langjähriges Aushängeschild ziehen zu lassen. Eine Aussage von FCB-Boss ​Karl Heinz-Rummenigge gegenüber der Welt am Sonntag legte zuletzt eher gegensätzliches nahe: "Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Er wird ein wichtiger Bestandteil unseres Klubs bleiben.Auch ​Präsident Uli Hoeneß, wollte im Umfeld der Athen-Reise von einer baldigen Trennung nichts wissen und betonte laut der BILD: "Keiner will ihn loswerden". 


Wirklich handfestes, in welche Richtung das Pendel schlussendlich ausschlagen wird, sucht man daher rund um die Allianz Arena weiterhin vergeblich. Klar ist, dass sich Müller einen Wechsel mit Sicherheit zwei Mal überlegen wird. Womöglich spekuliert der ehemalige DFB-Kicker dabei insgeheim - ob berechtigterweise oder nicht - darauf, dass Niko Kovac nicht mehr allzu lange bei den Bayern die Zügel in den Händen haben wird. Stand jetzt, erscheint eine Trennung vom angezählten Cheftrainer schließlich nicht sehr viel unwahrscheinlicher, als ein Abgang des bayerischen Urgesteins.