Am Samstagnachmittag kommt es zum ​prestigeträchtigen Revierderby zwischen ​Schalke 04 und Borussia Dortmund. Beide Mannschaften wollen das Duell für sich entscheiden, um gestärkt in die kommenden Wochen zu gehen. So könnte die Startelf von David Wagner für S04 aussehen.


Zunächst unabhängig von den einzelnen Spielern, wird es sehr interessant sein zu sehen, für welche Formation und somit Herangehensweise sich David Wagner entscheiden wird. So kann er entweder erneut auf das pressing-intensive 4-4-2 mit der Mittelfeldraute setzen, oder auf das gewohnte 4-2-3-1. Da er sowohl gegen ​RB Leipzig als auch gegen die ​TSG Hoffenheim auf das 4-4-2 zurückgegriffen hat, scheint es auch gegen ​Borussia Dortmund die wahrscheinlichere Variante zu sein. 


Tor und Abwehr


Die Schalker Defensive wird aller Voraussicht nach keine Änderung erfahren, da ändern auch die ​zwei Konter-Gegentore gegen Hoffenheim am letzten Sonntag nichts. Im Tor wird mit ​Alexander Nübel der S04-Kapitän stehen. Die Viererkette davor ist ebenfalls einsatzbereit und brennt auf einen Derby-Sieg.

Mit Jonjoe Kenny ist die Position des Rechtsverteidigers gut besetzt. Der 22-Jährige erledigt seinen Job bisher ordentlich, abgeklärt und ziemlich souverän. Die Innenverteidigung wird aller Voraussicht nach auch gegen den BVB wieder aus Benjamin Stambouli und Salif Sané bestehen. Keiner der beiden ist verletzt oder angeschlagen, dazu haben sie durch ihre beständige Form derzeit einen Vorteil gegenüber Matija Nastasic und Ozan Kabak.

Auf der linken Seite wird auch wieder Bastian Oczipka auflaufen. Auch wenn einige Fans gerne Juan Miranda sehen würden, ist es sehr unwahrscheinlich, dass er seinen ersten Auftritt direkt in der Startelf im Derby feiern darf. Oczipka muss dabei allerdings zuletzt gezeigte Schwächen in der Offensive überwinden, damit nicht nur über eine Seite flüssig nach vorne gespielt werden kann.

Das Mittelfeld - die Raute


Wie bereits beschrieben, erscheint das in der Raute angeordnete Vierer-Mittelfeld die wahrscheinlichere Variante zu sein. Der Ansatz hat, vor allem in Bezug auf das wichtige Pressing gegen spielstarke Teams, bisher gut funktioniert. Als Sechser dürfte Omar Mascarell derzeit gesetzt sein. Der Spanier ragt durch eine völlige Wandlung im Vergleich zur letzten Saison heraus - sollte er fit sein, wird er spielen. 


Eine der beiden Positionen auf den Seiten der Raute wird Suat Serdar übernehmen, der wieder einsatzbereit ist. Am letzten Wochenende musste er aufgrund von Adduktorenbeschwerden aussetzen. Durch seine gute Form und seinen Einfluss ins Spiel ist er sehr wichtig für das Team geworden. Sollte Weston McKennie ebenfalls wieder fit sein, dürfte er mit Alessandro Schöpf um den noch freien Platz auf der anderen Seite konkurrieren. Schöpf hatte bei seinem Comeback einen guten Eindruck gemacht, doch auch McKennie war zuletzt wichtig und hat bei Derbys bisher immer viel Einsatz gezeigt. 


​Die zentrale Position hinter den beiden Stürmern ist weiterhin für Amine Harit reserviert. In den letzten beiden Spielen war er insgesamt nicht so einflussreich wie zuvor - weil er beispielsweise zwischendurch auf die linke Seite ausweichen musste, oder zuletzt gute, offensive Mitspieler wie Serdar fehlten. 


Der Doppelsturm - Burgstaller erneut Favorit


Auch im Sturm wird es im Vergleich zu den beiden bisherigen Auftritten im 4-4-2 vermutlich keine Änderung geben. So wird Rabbi Matondo womöglich erneut die Gelegenheit bekommen, durch seine Geschwindigkeit im Pressing gegen die Dortmunder Defensive zu arbeiten, als auch in Umschaltmomenten ein wichtiger Zielspieler zu sein. 


Neben ihm ​wird Guido Burgstaller wahrscheinlich erneut den Vorzug vor Ahmed Kutucu bekommen. Wenn der Fokus u. a. auf dem Pressing liegt, dazu auch in dieser Formation, wird der S04-Coach erneut mehr Wert auf die Arbeit in diesem Bereich legen. Dass das hohe Anlaufen sowohl gegen Leipzig, als auch gegen Hoffenheim gut funktionierte, ist dabei nicht abzuerkennen. 


Stellt sich nur die Frage, ob man den 30-Jährigen, der bislang noch immer ohne ein einziges Ligator ist, dafür so sehr braucht, oder ob auch ein Ahmed Kutucu zum Beispiel diese Aufgabe so gut erledigen kann. Wagner wird vermutlich erneut Burgstaller das Vertrauen schenken. 


Die potenzielle Aufstellung des FC Schalke im Überblick: