​​​Eintracht Frankfurt konnte sich am Donnerstagabend​ beim wichtigen Duell gegen Standard Lüttich mit 2:1 durchsetzen und sich dadurch in eine gute Ausgangslage für die zweite Hälfte der Gruppenphase der Europa League bringen. Das Team von Trainer Adi Hütter profitierte vor allem von seiner Stärke nach ruhenden Bällen, zeigte aber auch in manchen Aspekten noch Luft nach oben.


Top: Unterm Strich eine stabile Defensive der Hessen


Die Frankfurter legten beim Spiel gegen den belgischen Traditionsverein einen konzentrierten Auftritt hin und ließen über weite Strecken der Partie defensiv nur wenig anbrennen. Dabei zeigte das Team von Trainer Adi Hütter vor allem in der zweiten Halbzeit ausreichend Mut, den Gegner bereits früh anzulaufen und so gar nicht erst zur Entfaltung kommen zu lassen.


Flop: Eintracht tat sich aus dem Spiel heraus schwer


In der ersten Halbzeit neutralisierten sich beide Mannschaften gegenseitig. Vor allem die Gäste setzten dabei auf einen sehr massiven Defensivverbund und stellten die neu formierte SGE-Offensive, die ohne ihren ​angeschlagenen Mittelstürmer Bas Dost auskommen musste, vor arge Probleme. 


Vor allem in den ersten 45 Spielminuten war den Adlern anzusehen, dass sie keine Lösung für diese Blockade parat hatten und ließen in den entscheidenden Situationen die nötigen Attribute wie Geschwindigkeit, Genauigkeit und Zielstrebigkeit vermissen. Ein zweiter echter Stürmer neben Gonzalo Paciencia hätte dem Spiel der Eintracht mit Sicherheit sehr gut getan.


Top: Standard-Stärke der Frankfurter


In Spielen, bei denen offensiv nicht viel gelingen will, ist es umso wichtiger, sich auf Stärken nach ruhenden Bällen verlassen zu können. Bei den Frankfurter kamen dabei am Donnerstag die beiden entscheidenden Punkte zusammen. So trat Daichi Kamada präzise Ecken und Freistöße und fand dabei mit den beiden Innenverteidigern David Abraham und Martin Hinteregger die richtigen Abnehmer. Beide Defensivspieler zeigten bei ihren Treffern jede Menge Entschlossenheit und brachten die Eintracht dadurch auf die Siegerstraße.


​Flop: Gacinovic agierte überhastet

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In der ersten Halbzeit hatte Hütter auf eine 3-4-2-1-Formation gesetzt, bei der Daichi Kamada und Mijat Gacinovic hinter der alleinigen Spitze Gonzalo Paciencia zum Einsatz kamen. 


Gacinovic war dabei die fehlende Spielpraxis anzumerken und so traf der 24-Jährige oftmals nicht die richtige Entscheidung und verpasste den richtigen Zeitpunkt für Zuspiele. Im zweiten Spielabschnitt wirkte der Vortrag der Adler dann geordneter, auch da Kamada immer häufiger in vorderster Front auftauchte.


Top: Fans wieder einmal überragend


Bereits vor Anpfiff sorgten die Fans der Eintracht wie gewohnt durch eine starke Choreo für eine echte Europapokal-Atmosphäre. Während der Partie standen die SGE-Fans geschlossen hinter ihrer Mannschaft und zeigten dabei ein gutes Gespür dafür, in welchen Phasen ihre Lieblinge ihre Unterstützung am nötigsten hatten. Umso bitterer, dass die Hessen beim Gastspiel in Lüttich aufgrund von ​Sanktionen seitens der UEFA ohne ihre frenetischen Fans auskommen müssen.


Flop: Frankfurt macht es am Ende noch einmal spannend


Die Eintracht konnte sich abgesehen von Standardsituationen auch in der zweiten Halbzeit nicht allzu viele klare Möglichkeiten erarbeiten. Nach dem Anschlusstreffer der Gäste in der 82. Spielminute, geriet der Bundesligist noch einmal gehörig ins Wanken. Dabei konnte auch Goncalo Paciencia von Glück reden, dass er und seine Mannschaft nicht für seine fahrlässig vergebene Kontersituation bestraft wurden. Möglichkeiten, etwas Zählbares aus Frankfurt mitzunehmen, waren für die Belgier in den letzten Spielminuten durchaus vorhanden.​