​Eintracht Frankfurt hat sich mit 2:1 gegen Standard Lüttich durchgesetzt und den ersten Heimsieg der Europa-League-Saison eingefahren. Die beiden Verteidiger David Abraham und Martin Hinteregger sorgten nach ruhenden Bällen für die entscheidenden SGE-Tore.


Tore: 1:0 Abraham - 28. Minute, 2:0 Hinteregger - 73. Minute, 2:1 Amallah - 82. Minute


Drei Änderungen im Vergleich zum 3:0-Sieg gegen Leverkusen nahm SGE-Coach Adi Hütter teils notgedrungen vor. Bas Dost musste wegen muskulärer Probleme passen, Toure fehlte mit einer Sehnenverletzung im Oberschenkel. Gacinovic und Abraham rückten dafür in die Startelf, dazu setzte Hütter auf Kamada statt Fernandes. 


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Eine spektakuläre Choreo durfte von den Eintracht-Anhängern natürlich auch bei diesem Heimspiel nicht fehlen. Die SGE in Europa bleibt ein echter Hingucker!


Und auch auf dem Rasen gab es gleich was zu sehen: Von Beginn an entwickelte sich ein munteres Spiel. Die Eintracht kam gut in die Partie, die Gäste aus Lüttich aber auch. Standard versuchte sofort mitzuspielen und igelte sich keineswegs in der eigenen Hälfte ein. Nach 15 Minuten blieben klare Torchancen aber noch aus.


Eintracht zeigt erneut Stärke nach ruhenden Bällen


Die erste strittige Situation gab es im Lüttich-Strafraum in der 25. Minute. Gacinovic hob im Zweikampf mit Laifis ab, für Schiedsrichter Daniel Stefanski wohl etwas zu theatralisch. Eine strittige Szene, bei der man durchaus auch auf Strafstoß hätte entscheiden können.


Nur drei Minuten später war das Makulatur: Kapitän David Abraham sorgte für die 1:0-Führung. Nach einem seitlichen Freistoß von der linken Strafraumecke war der Verteidiger am zweiten Pfosten frei und netzte ein. Kamada hatte den Ball mustergültig in die Mitte gebracht. Die SGE hat damit vier der letzten sieben Treffer nach Standards erzielt.


Vier Minuten vor der Pause hätte es dann aber auch fast im SGE-Gehäuse geklingelt. Carcela-Gonzalez hob den Ball gefühlvoll über die Abwehr, Amallah tauchte frei vor Rönnow auf, setzte den Ball aber über die Latte.


Nächster Standardtreffer für die Eintracht


Nach dem Seitenwechsel ging es für die Eintracht gleich gut los. In der 49. Minute brachte Kostic den Ball in die Mitte, Paciencia nahm den Ball akrobatisch volley, Lüttichs Schlussmann Milinkovic-Savic war aber spektakulär zur Stelle.


Sechs Minuten später, die nächste mögliche Elfmeter-Szene für die Eintracht: Kamada fiel im Strafraum nach einem Armzupfer von Gavory - Schiedsrichter Stefanski ließ erneut weiterspielen.


In der Folge drängte die Eintracht weiter auf den zweiten Treffer, Lüttich blieb aber immer gefährlich. So wie in der 66. Minute, als Cop eine Hereingabe von der rechten Seite nicht richtig traf und die Kugel am langen Pfosten vorbeitrudelte.


Auf der anderen Seite musste mal wieder ein Standard herhalten: 73. Minute, Eckball Kamada, Kopfball Hinteregger, 2:0 für die Eintracht! Macht fünf aus den letzten acht nach ruhendem Ball!


In der 81. hätte es dann fast aus dem Spiel heraus geklappt. Wieder mal war es die Kombi Kostic-Paciencia: Flanke des Serben, Flugkopfball des Portugiesen - aber wieder Parade von Milinkovic-Savic im Lüttich-Kasten. Das rächte sich postwendend. Im Gegenzug kam Standard zum Anschluss. Nach einer flachen Hereingabe war Amallah in der Mitte zur Stelle und musste aus gut elf Metern nur noch einschieben.


Am Ende brachte die Eintracht den knappen Vorsprung aber über die Ziellinie und sorgte für den ersten und einzigen Sieg für die Bundesliga an diesem Europa-League-Donnerstag. Hinter Arsenal, das zuhause gegen Guimaraes spät mit 3:2 gewann, belegt Frankfurt nun Rang zwei in Gruppe F, drei Zähler hinter den Gunners und mit drei Punkten Vorsprung auf Lüttich. Im Rückspiel in Lüttich sollte aber mindestens ein Zähler her, um die K.o.-Phase klar zu machen. 


Der Wermutstropfen mit dem Anschluss der Belgier könnte aber noch eine Rolle im direkten Vergleich spielen. Nichtsdestotrotz, eine gute Leistung, vor allem in der zweiten Hälfte! "Letztendlich haben wir es gut über die Zeit gebracht", erklärte Torschütze Hinteregger im Anschluss bei DAZN. "Ich wollte unbedingt ein Tor machen, wenn man sieht, was hier los ist", so der Österreicher weiter. Dass die SGE-Anhänger im Rückspiel nicht mit dabei sein dürfen, tue extrem weh, "aber wir müssen es auch ohne sie schaffen", meinte Hinteregger.


Die Ausgangslage dafür ist gut: Die Eintracht nimmt Fahrt auf in dieser Saison und hat sich eine sehr gute Position für das Weiterkommen geschaffen.