​Die Vorfälle ​rassistischer Entgleisungen in europäischen Fußballstadien reißen leider nicht ab. Auch beim Gruppenspiel in der Champions League zwischen dem belgischen Klub KRC Genk und dem ​FC Liverpool sorgte ein Banner für negative Schlagzeilen, auf dem Reds-Angreifer Divock Origi verunglimpft wurde. Die Verantwortlichen beim englischen Spitzenklub kündigten Konsequenzen an.


Eigentlich hatte sich ​Divock Origi auf die Rückkehr in seine Heimat gefreut und wollte seinen Teil dazu beitragen, dass der amtierende ​Champions-League-Sieger mit drei Punkten im Gepäck die Rückkehr auf die Insel antreten kann. Beim 4:1-Erfolg der Reds wurde der ehemalige ​Wolfsburger zwar nur für die Schlussminuten eingewechselt, negativ in Erinnerung bleiben wird der Abend in Genk für den belgischen Nationalspieler aber aufgrund einer rassistischen Beleidigung.


Unsägliches Banner sorgt für Entsetzen


Bereits vor der Partie hatten sogenannte Fans in der Luminus Arena ein großes Banner installiert, auf dem der Kopf des 24-Jährigen auf den Körper eines dunkelhäutigen Mannes montiert worden war. Zudem wurden bei der Bildkomposition rassistische Klischees betreffend des primären Geschlechtsorgans bedient.


Die Reds-Verantwortlichen reagierten rasch auf diesen skandalösen Vorfall und ließen das Banner bereits vor Anpfiff entfernen. Ein Klubsprecher bezeichnete dabei die bildliche Attacke laut Sport1 als "inakzeptabel", da dabei "rassistische Stereotype aufgegriffen" worden waren.


Liverpool kündigt Untersuchung an


Um den hetzerischen Aktionen der geistig umnachteten Chaoten in Zukunft Einhalt zu gebieten, kündigte der aktuelle Spitzenreiter der ​Premier League an, alles daran zu setzen, "um die Täter zu ​identifizieren" und mögliche Sanktionen einzuleiten. Dabei werde man mit den Behörden und Verantwortlichen in Genk eng zusammenarbeiten.


​Jürgen Klopp zeigte sich nach dem erneuten rassistischen Vorfall ebenfalls fassungslos. Da der Cheftrainer das Banner aber nicht gesehen hatte, gab er auf Nachfrage lediglich zu Protokoll, dass er dem Klub-Statement "nichts hinzuzufügen" habe.