Obwohl ​Borussia Dortmund am Wochenende mit 1:0 gegen ​Borussia Mönchengladbach gewonnen hat, steht Lucien Favre weiterhin unter Druck. Auf den Trainer kommen schwierige und womöglich entscheidende Wochen zu - ein Nachfolge-Kandidat soll tatsächlich José Mourinho sein.


​Mit drei Unentschieden und teilweise uninspiriert und wenig sicher wirkenden Auftritten spielte sich Borussia Dortmund über die letzten Spieltage in die Kritik und eine kleine Formkrise. Mit dem Sieg gegen Gladbach hat man zwar ein wichtiges Spiel gewinnen können, und das ohne Gegentor, doch wie die Sportbild berichtet, steht Lucien Favre weiterhin unter Druck - er soll auf Bewährung arbeiten. 


Mourinho als möglicher Trainer-Kandidat - Favre auf Bewährung


Des Weiteren heißt es, dass José Mourinho ein möglicher Nachfolge-Kandidat sein soll. Der Portugiese ist seit einigen Jahren ein guter Freund von BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, beide sollen regelmäßig Kontakt haben und sich über diverse Dinge austauschen. So weiß auch Watzke, dass Mourinho alsbald wieder ins Trainer-Geschäft einsteigen möchte. Als Trainer konnte er bereits zweimal die ​Champions League gewinnen. 


Eine Entlassung Favres sei allerdings - zumindest bislang - das letzte Mittel, das Watzke und Sportdirektor Michael Zorc am liebsten gar nicht erst benutzen möchten. Einen Trainer mitten in einer laufenden Saison ersetzen zu müssen, spreche gegen ihre eigenen Wünsche und Vorstellungen. Solange man nicht Gefahr läuft, den Anschluss an die Spitze und somit die Möglichkeiten auf einen Titelgewinn zu verlieren, möchte man eine solche Entscheidung nicht treffen. 


Gerade deshalb werden die kommenden Wochen für Favre so wichtig. Mit ​Duellen gegen Inter Mailand, dem Derby am Wochenende gegen ​Schalke 04, dem Pokalspiel gegen Gladbach, sowie den Ligaspielen gegen den ​VfL Wolfsburg und den großen Rivalen ​Bayern München, wird die Entwicklung in eine Richtung absehbar sein. Für ein etwaiges Szenario, in dem man sich von Favre trennen muss, sei der BVB jedoch vorbereitet - Mourinho gilt demnach als Kandidat.

"Ich bewundere die Arbeit des BVB" - Bundesliga sei "wirklich interessant" für Mourinho


"Ich finde die Bundesliga wirklich interessant. [...] Ich bewundere die Arbeit des BVB und seinen Versuch, mit einem Giganten wie Bayern zu konkurrieren", so der 56-jährige Coach zur Sportbild. Seit einigen Monaten lernt er Deutsch, einen Job beim BVB würde er vermutlich nicht ausschließen. Die fehlende Autoritätsperson, die Favre ab und zu sein soll, wäre er sicherlich nicht. Allerdings könnte auch ein Job bei ​Real Madrid frei werden, der womöglich reizvoller wäre. Auch das Gehalt wäre in Dortmund deutlich geringer als das, was er gewohnt ist und ob man sich in Sachen fußballerischer Ansätze einig werden könnte, wäre ebenfalls fraglich.


So soll auch Ralf Rangnick zumindest ein Thema sein. Der derzeitige "Head of Sport and Development Soccer" von RedBull hat als ehemaliger Coach von Vereinen wie Schalke, ​Hoffenheim und ​Leipzig alles andere als einen guten Ruf bei den Fans - ein Engagement wäre wohl ausgeschlossen, das wissen auch Zorc und Watzke. Akteure wie Florian Kohfeldt und Roger Schmidt seien hingegen (derzeit) keine Optionen. Die favorisierte Lösung lautet ohnehin: Eine weiterhin erfolgreiche Zusammenarbeit mit Lucien Favre.