Der 1. FC Köln kann nach dem beruhigenden 3:0-Heimsieg über den SC Paderborn durchatmen und konnte sich im Abstiegskampf erst einmal Luft verschaffen. Dennoch kreisen derzeit zwei wichtige Themen um die Geißböcke, nämlich ob Geschäftsführer Armin Veh seinen im Sommer 2020 auslaufenden Vertrag verlängert und ob der FC Köln im Winter noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv wird. Geschäftsführer Armin Veh gibt via Wontorra on tour (Sky) einen Einblick, lässt sich bei der Entscheidung um ihn aber nicht in die Karten schauen. 

Armin Veh befindet sich mittlerweile seit Ende 2017 in der Position des leitenden Geschäftsführers im Bereich Sport beim 1.FC Köln. Nach dem Abstieg in der Saison 2017/2018 in die zweite Bundesliga konnte er mit den Geißböcken den direkten Wiederaufstieg in die erste Bundesliga feiern. Das Ziel in der Domstadt ist es, sich langfristig in der Bundesliga etablieren zu können. Gerade die letzten Auftritte gegen den FC Schalke 04 und den SC Paderborn haben gezeigt, dass Köln durchaus in der Lage ist, in der Bundesliga mitzuhalten.


Für das Projekt Klassenerhalt nahm der 1.FC Köln viel Geld in die Hand, verpflichtete unter anderem Ellyes Skhiri, Sebastiaan Bornauw und Birger Vestraete für insgesamt 16 Millionen Euro (via transfermarkt.de). Das ist natürlich eine enorm hohe Summe für einen Aufsteiger in die erste Bundesliga. Zum Vergleich: Die anderen Aufsteiger Union Berlin und der SC Paderborn gaben zusammen nur etwa 7,5 Millionen Euro für neue Spieler aus. 


Köln wird im Winter wohl nicht mehr auf dem Transfermarkt aktiv


Geschäftsführer Armin Veh bestätigte am Montagabend via Wontorra on tour, dass der 1.FC Köln nur in einer Notsituation im Winter erneut auf dem Transfermarkt tätig wird: ​"Es ist nicht angedacht, außer du hast zehn Verletzte. Du solltest den Kader so zusammenstellen, dass du im Winter nicht nachkaufen musst. Außer natürlich es gibt eine Ausnahmesituation. Unser Kader ist aber so geplant, dass es nicht vorgesehen ist, noch einmal nachzulegen."


Fraglich scheint auch, ob nach den hohen Ausgaben in der vergangenen Transferperiode überhaupt die finanziellen Rahmenbedingungen für weitere Transfers gegeben wären. 
​Geschäftsführer Veh sieht den FC aktuell gut aufgestellt: "Wir haben viele Spieler, die dem FC über Jahre helfen können. Wenn wir es schaffen in der Liga zu bleiben, bin ich mir sicher, dass der FC für die nächsten Jahre gut aufgestellt ist. "


Die Domstädter möchten bis Weihnachten ausreichend punkten, um mit einer guten Ausgangsposition nach der Winterpause in die Rückrunde starten zu können. Schon häufig betonte der gebürtige Augsburger Veh, dass er unter keinen Umständen erneut mit dem FC Köln in die zweite Bundesliga absteigen möchte. 

Veh-Zukunft beim 1. FC Köln weiter offen


Ob Armin Veh diesen Weg mit dem 1.FC Köln weiter verfolgen oder ob er nach der Erfüllung seines bis Sommer 2020 datierten Vertrages bei den Kölnern die Segel streichen wird, ist noch nicht entschieden. Gegenüber Wontorra on tour vermied Veh jegliches klares Bekenntnis zum FC. Eine persönliche Entscheidung würde "in naher Zukunft" fallen. Veh erklärte: "Ich will nichts vorgreifen."


Seinen bis Juni 2020 laufenden Vertrag würde Armin Veh in jedem Fall erfüllen, alles weitere bleibt abzuwarten. Auf die Frage, ob sich Veh ein weiteres Engagement bei den Domstädtern vorstellen könnte und ob er noch die Lust verspüre zu bleiben, entgegnete er: "Für mich stellt sich eine andere Frage. Ich bin jetzt seit 30 Jahren in diesem Geschäft und das immer an vorderster Front. Die entscheidende Frage für mich ist jetzt: Möchte ich das weitermachen oder möchte ich etwas anderes und einfach mal eine Pause machen?"


Die Antworten des Geschäftsführers vom 1. FC Köln deuten fast eher darauf hin, als würde Veh nach seinem Vertragsende eher den Kölnern den Rücken zuwenden und vorerst aus dem Business zurücktreten wollen. Es wirkt durchaus so, als sollte sich der FC darauf einstellen, sich im kommenden Sommer nach einem neuen Geschäftsführer umsehen zu müssen. Da Veh aber über den Winter hinaus bei den Geißböcken in seinem Posten aktiv bleiben wird, stellt sich wohl nicht die Frage, ob Köln erneut auf dem Transfermarkt aktiv wird.