Das aktuelle "Stürmer-Problem" vom ​FC Schalke 04 hat in den letzten Tagen schon den einen oder anderen Fan auf einen mittlerweile fehlenden Angreifer gebracht. Was macht eigentlich Franco Di Santo, der die Königsblauen Ende Januar in Richtung Spanien verlassen hat.


Franco Di Santo könnte man während seiner Zeit in der Bundesliga als zweischneidiges Schwert betrachten. Während seines Gastspiels bei ​Werder Bremen, bei dem er in 49 Spielen auf 17 Treffer und sechs Vorlagen kam, war er einer der erfolgreichsten Stürmer der Liga. Das machte schnell andere Vereine auf ihn aufmerksam. So wechselte der Argentinier im Sommer 2015 zu Schalke 04, wo er seinen Anforderungen nie gerecht werden konnte. ​In der fast doppelten Anzahl an Spielen für S04 kam er auf lediglich fünf Tore


Auf Schalke sollte es nicht funktionieren - der Weg führte über Spanien nach Brasilien


Vor allem (und spätestens) im letzten halben Jahr in Gelsenkirchen wurde ihm, den Vereinsverantwortlichen und den Fans klar, dass er sein Glück woanders suchen muss. Nachdem man die schlechte Hinrunde der Katastrophen-Saison 2018/2019 hinter sich hatte, wechselte der Stürmer im Winter ablösefrei nach Spanien, zu Rayo Vallecano. Dort kam er in der Rückrunde allerdings nur auf sechs Einsätze ohne Treffer. 


Im Sommer musste also ​erneut eine andere Herausforderung her. So kam vor wenigen Monaten der Wechsel in die brasilianische Liga zustande. Beim Clube Atlético Mineiro hat der 30-Jährige also (vorerst) eine neue Heimat gefunden, wo er einen Vertrag bis Ende Dezember 2020 (andere Laufzeiten der Saison) besitzt.


Im Einsatz für Mineiro - nah an der Heimat und relativ erfolgreich


Bislang kommt er für Mineiro bereits auf zehn Einsätze, in denen er zwei Treffer erzielen konnte. Während er zu Beginn nicht zu allzu vielen bzw. langen Einsätzen kam, gehört er seit Ende September zum Stammpersonal des zurzeit Tabellenzwölften. In Brasilien geht man bereits in das letzte Drittel der Saison. Sollte Di Santo weiterhin eine wichtige Rolle im Kader spielen, könnte er in der kommenden Saison (ab Januar) weiterhin ein fester Bestandteil des Vereins sein. 


Momentan scheint es, als hätte er nach den letzten zwei eher unglücklichen Jahren nochmal einen persönlichen und einigermaßen guten Lauf gefunden. Dieser findet zwar eher abseits der großen Fußballbühne statt, doch auf die möchte Di Santo vermutlich auch gar nicht mehr unbedingt. Der Ex-Schalker wird vermutlich versuchen, seine Karriere auf seinem Heimatkontinent, so nah wie möglich an Argentinien, ausklingen zu lassen.