Den enttäuschenden Saisonstart konnte der ​1. FC Köln durch den 3:0-Sieg gegen Paderborn zumindest etwas in Vergessenhe​it geraten lassen. Nach vier Punkten aus den letzten zwei Duellen sollen nun aber weitere wichtige Zähler folgen. Deswegen hat sich bei den Geißböcken bereits einiges getan. Geschäftsführer Armin Veh zieht ein Zwischenfazit und fordert weitere Festigung.


Es war alles andere als ein Auftakt nach Maß, den der Effzeh zu Beginn der Saison erlebte. Nach sechs Spielen standen nur drei Punkte zu Buche, die Fans erinnerten sich an den Katastrophenstart von vor zwei Jahren. Doch die Verantwortlichen reagierten nun früher und wollten mit einigen Umbrüchen zum Erfolg kommen.


Die Initiatoren um Armin Veh und Trainer Achim Beierlorzer können nach zwei weiteren Spielen etwas zufriedener auf die aktuelle Situation blicken. Das 3:0 gegen ​Paderborn bedeutete nicht nur den ersten Heimsieg, sondern auch einen großen Schritt nach vorne. Relativ überzeugend konnten einige spielerische Baustellen behoben vorerst werden.


Defensiv stabiler, offensiv variabler


"Wir mussten etwas ändern. Wir mussten mehr laufen, um weniger Chancen zuzulassen", so Veh resümierend im kicker. In Sachen Laufarbeit machte die Mannschaft einen ordentlichen Schritt nach vorne. Weitere Statistiken wie die Zweikampfquote oder die Zahl der Abschlüsse konnten ebenfalls deutlich verbessert werden. Insgesamt traten die Geißböcke dominanter auf, damit kam mehr und mehr Sicherheit ins Spiel.


Dazu baute Beierlorzer auf einen taktischen Wechsel. Er wandte sich von den bewährten zwei Stürmern ab und setzte auf ein 4-2-3-1-System mit Simon Terodde als alleiniger Spitze. Die Umstellung brachte schnell den Erfolg, ein Langzeitrezept ist das neue System aber nicht. "Wir müssen flexibel sein. Es ist richtig, Automatismen reinzubringen. Aber das schaffen wir auch in zwei Systemen", so Veh.

Simon Terodde

Terodde erzielte gegen Paderborn die 1:0-Führung



Deshalb will das Duo aus Geschäftsführer und Trainer weiterhin auf die drei nominellen Stürmer im Kader bauen. Dass Anthony Modeste und Jhon Córdoba wie am Wochenende außen vor sein werden, ist kein Dauerzustand. "Im Endeffekt ist es wurscht, wer da spielt. Wir haben ein gemeinsames Ziel. Von daher ist es wichtig, dass wir drinbleiben, dass wir hier etwas aufbauen. Natürlich träumen die Kölner immer von mehr, wir als Mannschaft auch. Aber wir sind Aufsteiger und müssen Punkte holen."


Mit den vielen Erkenntnissen kann der 1. FC nun also nach vorne blicken. Die kommenden Wochen will der Aufsteiger ebenso erfolgreich gestalten. Dabei sollen auch die Leistungsträger um Jorge Meré, Dominick Drexler und Birger Verstraete wieder ihren Anteil haben, gegen den Sportclub fielen diese drei Profis allesamt aus. Die Mission ​Bundesliga geht für die Kölner also gerade erst so richtig los.