​Nur die wenigsten Top-Talente schaffen den Sprung in den Profifußball ohne Rückschläge oder Enttäuschungen. Der nun 21-jährige Maxime López zweifelte vor zwei Jahren ebenfalls kurzzeitig an seinem großen Traum, als er nach einer starken Saison im Fokus des großen ​FC Barcelona stand.


In Frankreich gilt er bereits seit vielen Spielzeiten als Rohdiamant für das zentrale Mittelfeld. Maxime López machte bei Olympique Marseille den Schritt zum Vollprofi und ist für die Mannschaft aus der ​Ligue 1 immer wichtiger geworden. In diesem Jahr zählt er erneut zu den Stammspielern und entwickelt sich stets weiter.


Allerdings gab es in seiner bisherigen Profizeit auch einige Hindernisse, die das Leben des Youngsters deutlich erschwerten. Der Franzose kämpfte 2017 mit starken Leistungsschwankungen, die eng mit dem Interesse des FC Barcelona in Verbindung standen, wie er bei Canal+ (via transfermarkt) verriet.


Traum vom FC Barcelona: "Habe mir zu viele Dinge vorgestellt"


Nach seiner Premierensaison 2016/17 war López in Europa in aller Munde. Ganze 30 Einsätze in der Liga standen für den Mittelfeldspieler am Ende des Sommers zu Buche. Dass diese Zahlen Topklubs wie Barcelona auf den Plan riefen, war kein Wunder. Nach nur wenigen Wochen stand der Profi mit den Katalanen in Kontakt.


"Am Ende meiner ersten Saison hat Barças Sportdirektor mit meinem Berater gesprochen. Er sagte, dass es ein Interesse für die nächste Spielzeit gebe, wenn ich eine gute Saison hätte“, so López beim französischen Fernsehsender Canal+. Doch diese Versprechungen setzten den Youngster zunehmend unter Druck. In Folge lieferte er seine Leistungen nicht mehr ab und verlor seinen Stammplatz. 


Zwischendurch reichte es nur noch zu Kurzeinsätzen oder einem Platz auf der Bank. Nach Gründen suchte der damals 19-Jährige vergeblich: „Es gab Zeiten, in denen ich dachte, es sei meine Schuld, und in anderen nicht. In meinem Kopf dachte ich: ‚Das ist es, ich bin da.‘ Und da verlor ich sechs Monate, ich war nicht mehr da, ich erkannte mich selbst nicht mehr. Ich war jung, ich hatte gerade meine erste Saison gespielt. Man weiß, dass ich Barça liebe, ich habe mir zu viele Dinge für mich vorgestellt.“


Heute weiß es López besser, sein Formtief hat er hinter sich gelassen. Den Entwicklungsschritt, den jeder Nachwuchsspieler durchmachen muss, hat der Franzose glücklicherweise schnell abgeschlossen. Heute sind seine Leistungen wieder vorbildhaft, die dazugehörigen Gerüchte beschäftigen ihn nun nicht mehr allzu sehr. „Das sind Herausforderungen, die mich heute mental vielleicht stärker machen.“ Schon bald könnte er für den großen Schritt bereit sein.