​Neben dem möglichen Neymar-Transfer von PSG zu Barça war das Werben Real Madrids um Paul Pogba die große neverending Story des diesjährigen Sommertransferfensters. Am Ende wurde es bekanntlich nichts. Doch was nicht ist, kann ja noch werden. Real soll allerdings an der Umsetzbarkeit des Transfers zweifeln.


Treffen zwischen Zidane und Pogba in Dubai


Zweimal kreuzten sich in diesem Jahr bereits die Wege von Pogba und Zidane. Das letzte Mal vor Kurzem, als sich die beiden (rein zufällig natürlich!) in Dubai trafen. Der Marca zufolge soll Zidane dabei erneut sein Interesse an einem Wechsel des Spielers hinterlegt haben. Doch der hält - noch - still. Kein transfer request, kein Murren, kein Verbreiten schlechter Stimmung bei seinem (Noch-)Klub: in dieser Hinsicht benimmt sich Pogba durchaus vorbildlich. Nur Taktik?


Klar ist: der Spieler würde gerne weg aus Manchester. Und zwar je eher, umso besser. 

15 Punkte Rückstand auf den Tabellenführer FC Liverpool, nur deren zwei vor den Abstiegsrängen: das sportliche Panorama könnte für einen solch ambitionierten Spieler wie den Weltmeister von 2018 kaum unattraktiver sein. Das Problem ist, wie so oft im Fußball, das liebe Geld - und zwar in einem doppelten Sinn: Schon im Sommer schreckten die Madrilenen die horrenden Ablöseforderungen der Red Devils ab. 


Manchesters Forderung: 160 Millionen!


Für weniger als 160 Millionen Euro wollten die Nordengländer (die im Sommer 2016 105 Millionen Euro an Juventus gezahlt hatten) ihren Star-Spieler nicht ziehen lassen. Das war den Königlichen (nachdem sie schon mehr als 300 Millionen in neue Spieler investiert hatten) dann doch ein wenig zu viel. Zumal die Vertragsdauer des Franzosen (bis Sommer 2021) überschaubar ist. Im kommenden Jahr (entweder im Sommer oder im Winter) hat ManUtd die letzte Gelegenheit, eine Ablösesumme für den Mittelfeldspieler zu generieren. 


Es ist wie immer bei vergleichbaren Konstellationen: je mehr Zeit verstreicht, um so besser wird die Verhandlungsposition für den Käufer. Real wartet einfach mal ab. Auch im Wissen, dass der Spieler andere Offerten (von den vier oder fünf Klubs, die überhaupt für einen Deal dieser Größenordnung in Frage kommen) negativ bescheiden würde. 


Auch Real müsste wohl erstmal "Platz schaffen"


Der zweite finanzielle Aspekt betrifft die Gehaltsstruktur bei Real Madrid selbst. Da soll es, der Marca zufolge, Stimmen im Klub geben, die es für falsch halten, sich auch noch einen Spieler mit 17 Millionen Euro Jahresgage (netto versteht sich!) in die Kabine zu holen. Für das Pogba-Gehalt müsste entsprechend erstmal Platz im Budget geschaffen werden. Heißt: ohne namhafte Abgänge, die die Kostenseite spürbar entlasten würden, geht im Fall Pogba erstmal gar nichts. 

Entsprechend ist ein Wechsel in diesem Winter zwar nicht unmöglich, aber eher unwahrscheinlich.