Im Sommer drehte sich im ​Bremer Transferkarussel viel um den Namen Marko Grujić​. Die Leihgabe des ​FC Liverpool schloss sich trotz großen Werbens aber erneut dem Ligakonkurrenten aus ​Berlin an. Ob Werder im kommenden Sommer noch einen Versuch bei Herthas Abräumer starten will, ist noch unklar.


Er hätte die Lösung so einiger Probleme beim SVW sein können. Der 23-jährige Marko Grujić sorgte in der ​Bundesliga bisher für mächtig Aufsehen und ist für seine Hertha in dieser Saison sogar wichtiger als je zuvor. Dass die Bremer kurz davor standen, den Serben selbst unter Vertrag zu nehmen, geriet fast schon wieder in Vergessenheit.


Der vom FC Liverpool entdeckte Mittelfeldspieler bringt alles mit, was ein junger Achter aufweisen muss. Neben einer physischen Spielweise überzeugt er durch eine starke Übersicht sowie einen eiskalten Abschluss. Die Qualitäten von Grujić sind unbestritten und genau das machte ihn so wertvoll, doch im Sommer ging der SVW vorerst leer aus. Ein weitere Versuch in knapp einem Jahr könnte aber zum Erfolg führen.


Kohfeldt sieht Grujićs Zukunft auf der Insel


Dass es wirklich dazu kommt, bezweifelt Werders Trainer Florian Kohfeldt allerdings noch. Denn die Situation sieht nach der Saison ganz anders aus, als noch vor wenigen Monaten. Der absolute Wunschspieler von Kohfeldt scheint also vorerst einmal abgehakt zu sein. "Es wäre reine Spekulation, jetzt über so etwas nachzudenken", so der Übungsleiter in der Deichstube.


Perspektivisch glaubt der Coach nicht an eine Wechselmöglichkeit: "Das ist für uns jetzt kein Thema. Er ist jetzt Spieler von Hertha und im Sommer wahrscheinlich Spieler von Liverpool.“ Eine Rückkehr zu den Reds ist durchaus denkbar, denn nun scheint der Serbe endlich bereit, sich auf Dauer durchsetzen zu können.


In jedem Fall stehen vor allen Parteien viele Wochen, die noch einmal einiges ändern könnten. Klar ist, dass Grujić in dieser Saison den nächsten Schritt gemacht hat. In Berlin hat er noch keine Pflichtspielminute in dieser Spielzeit verpasst, dazu überzeugte er als Antreiber und zweifacher Torschütze. Doch Werder zeigte spätestens durch den Transfer von Leonardo Bittencourt, dass auch nach einer verpassten Chance noch alles möglich ist. "Ausschließen kann man nichts“, so Kohfeldt vielsagend.


Viel wird wohl davon abhängen, wie die Hertha und Werder die Saison abschließen - und die Situation im Mittelfeld der Reds aussieht.