Für ​Borussia Dortmund steht am Samstagabend ein, angesichts der ​zuletzt schwachen Ergebnisse, enorm wichtiges Heimspiel gegen Spitzenreiter Borussia Mönchengladbach an. Nico Schulz ​hofft dabei gegen seinen Ex-Klub auf eine Rückkehr in die Startelf. Der zuletzt wegen einer Fußverletzung ausgefallene Außenverteidiger ist aber für Coach Lucien Favre nicht die einzige Option.


Seit Jahren galt die linke Defensivseite der Dortmunder als eine der größten Schwachstellen. Mit der Verpflichtung von ​Nico Schulz hofften die Schwarz-Gelben, auf dieser Position endlich für Ruhe und Stabilität sorgen zu können. Noch haben sich die stolzen 25 Millionen Euro, die für den Nationalspieler in Richtung der TSG 1899 Hoffenheim geflossen sind, aber nicht ausgezahlt.


Schulz von Verletzung ausgebremst


Dabei hatte der 26-Jährige in den ersten vier Pflichtspielen noch stets in der Startelf von ​Lucien Favre gestanden und profitierte ein Stück weit auch davon, dass sich die beiden aus gemeinsamen Zeiten bei Hertha BSC und Borussia Mönchengladbach bereits kannten. Nach einem schwachen Auftritt beim zweiten Ligaspiel gegen den 1. FC Köln, wurde der flinke Außenverteidiger aber vorerst auf die Ersatzbank gesetzt.


Da bei Schulz zu allem Überfluss auch noch eine hartnäckige Fußverletzung aufkam, war er in den letzten Wochen zum Zuschauen verdammt und konnte keine Werbung in eigener Sache mehr betreiben. 


Schulz meldet sich wieder zurück


Die Länderspielpause kam für Schulz daher wie gerufen und so nutzte der gebürtige Berliner jede Trainingseinheit, um sich wieder näher an die Mannschaft heranzuarbeiten. Gegenüber dem kicker geb der neunfache Nationalspieler nun ein Update über seinen Gesundheitsstatus ab: "Ich trainiere wieder voll mit der Mannschaft, der Fuß hat bislang gehalten​."


Das Spielerprofil von Nico Schulz

​PositionLV
​Alter​26
​Marktwert​25 Mio. Euro
​Vertragslaufzeit​30.06.2024
​BVB-Spiele​4

(Marktwert laut transfermarkt.de)


Unterm Strich fühle er sich wieder gesund - daher scharrt er vor dem Duell mit den Fohlen bereits mit den Hufen. Spiele gegen die Borussia sind für Schulz schließlich noch immer etwas Besonderes, hatte er doch von 2015 bis 2017 das Trikot der Gladbacher getragen und sich bei den Borussen nie wirklich durchsetzen können. Bevor ihm bei der anderen Borussia nun ein ähnliches Schicksal droht, will er endlich wieder eifrig Pluspunkte sammeln.


Keine Einsatzgarantie für Schulz


​Doch selbst wenn Schulz nach seiner Zwangspause wieder komplett auf der Höhe und auch den Anforderungen eines Spitzenspiels gewachsen ​ist, muss sich der DFB-Kicker der internen Konkurrenz im breiten BVB-Kader erwehren. Profitieren könnte er dabei von dem Ausfall von Rechtsverteidiger Lukasz Piszczek, der darin resultieren dürfte, dass Achraf Hakimi von der linken Defensivseite auf die rechte Außenbahn rückt.


Komplett freie Bahn hat Schulz aber auch angesichts dieser potenziellen Personalrochade nicht. So kann sich auch Raphael Guerreiro gute Chancen auf den Posten des Linksverteidigers ausrechnen, zumal der Vertrag des 25-jährigen Portugiesen in Kürze offiziell bis 2023 verlängert werden soll.