Wout Weghorst avancierte nach seinem Wechsel in die Bundesliga zur Lebensversicherung des VfL Wolfsburg und ballerte die Wölfe in der vergangenen Saisonsogar in die Europa League. Ein vorzeitiger Abschied aus der Autostadt war und ist ein Thema beim Niederländer.


An Robert Lewandowski kommt in der Bundesliga niemand vorbei. Der Stürmer, der dem Polen im Jahr 2019 am nächsten kommt, ist Wout Weghorst. In seiner Premierensaison für den VfL Wolfsburg brachte sich der schlaksige Niederländer in der Bundesliga gleich 17-mal auf die Anzeigetafel. In der laufenden Saison steht der 27-Jährige bereits bei wettbewerbsübergreifenden fünf Treffern. Er ist der Schlüsselspieler beim VfL.


Fraglich ist allerdings, wie lange der VfL noch auf seine Lebensversicherung bauen kann. "Es war mein erstes Jahr, und in der Vergangenheit habe ich eigentlich immer zwei Jahre bei einem Verein gespielt. Dann habe ich den nächsten Schritt gemacht", sagte Weghorst Sport1. Sogar im Sommer dachte der Niederländer bereits über einen Abschied aus Wolfsburg nach: "Natürlich habe ich mir Gedanken gemacht und habe Ambitionen."


Weghorst glücklich in Wolfsburg - für den Moment


Mit seinen 27 Lenzen hat Weghorst noch sechs, vielleicht sieben wirklich gute Jahre vor sich. Bei einem absoluten Spitzenclub hat der Stürmer bislang noch nicht gespielt. Daher kann er sich durchaus noch einmal eine neue Herausforderung vorstellen. "Ich möchte das Maximale aus meiner Karriere herausholen", betonte er zwar, schob dann aber nach: "Meine Familie und ich sind sehr zufrieden und fühlen uns sehr glücklich in Wolfsburg. Was kommt, das kommt. Aber im Moment habe ich ein gutes Gefühl und mir wurde viel Respekt entgegengebracht. Ich habe hier meinen Platz."


Und vorerst liegen Weghorsts Karrierepläne noch beim VfL; im Sommer verlängerte er seinen Vertrag vorzeitig bis 2023. "Letztes Jahr war mein erstes Jahr in der Bundesliga, das war sehr gut. Ich hoffe, dass ich das bestätigen kann. Mein Ziel sind 13 Tore in dieser Saison, und die muss ich machen. Anschließend schauen wir mal weiter", so der Niederländer. Die Entscheidung pro Wolfsburg zahlt sich bislang aus, die Wölfe stehen nach sieben Spieltagen in der Bundesliga auf dem zweiten Tabellenplatz.