Der ​FSV Mainz 05 ist seit Jahren eines der grauen Mäuschen in der Liga. Wobei damit nicht die Arbeit des Vereins geschmälert werden soll. Die Rheinhessen halten sich konstant im deutschen Oberhaus und erwirtschaften ebenso konstant hohe Gewinne. Der nächste dicke Fisch könnte für Mainz Jean-Philippe Mateta werden. Die Premier League lockt mit einem Rekordgewinn.


Es sind die "Kleinen" der Bundesliga, die oft zu wenig Beachtung geschenkt bekommen. Vereine wie Freiburg oder Mainz arbeiten seit Jahren am finanziellen Bundesliga-Minimum, meistern dennoch Jahr für Jahr die Hürde Klassenerhalt. Während der SC Freiburg aktuell sogar auf einem Champions-League-Platz rangiert, macht Mainz deutlich härtere Zeiten durch. Allerdings fehlt den Rheinhessen auch Leistungsträger Jean-Philippe Mateta. 


Southampton und Tottenham locken Mateta


Mit einem Meniskusriss fiel Mateta bislang aus, absolvierte in dieser Saison noch kein Pflichtspiel. Sein Comeback könnte der Franzose noch in diesem Monat feiern. Möglicherweise muss sich Mainz 05 aber schon zeitnah an die dauerhafte Abstinenz des 22-Jährigen gewöhnen: Laut der Sport Bild lockt die Premier League. Der FC Southampton und die Tottenham Hotspur sollen sich mit dem bulligen Stürmer beschäftigen, Spurs-Trainer Mauricio Pochettino soll sogar persönlich in Mainz angerufen haben.


Bereits im Sommer lagen Mainz für Mateta Anfragen aus der ​Premier League auf dem Tisch. Newcastle United soll den Rheinhessen 28 Millionen Euro geboten haben, die der Bundesligist jedoch ablehnte. Mit Jean-Philippe Gbamin hatte Mainz bereits einen Leistungsträger für den Rekordgewinn von 20 Millionen Euro nach Everton verkauft; Sportdirektor Rouven Schröder erklärte Mateta daher für unverkäuflich. Im Winter könnte sich allerdings ein neues Szenario ergeben.


Mainz legt Schmerzgrenze für Mateta fest


Was hat sich geändert? Vorrangig die sportliche Perspektive des Bundesligisten. Mit erst sechs Punkten nach sieben Spieltagen wurde Mainz den sportlichen Ansprüchen (noch) nicht gerecht. Laut der Sportzeitschrift soll Mateta daher durchaus mit einem vorzeitigen Abschied liebäugeln. Weiter heißt es, dass die Mainzer Schmerzgrenze bei 30 Millionen Euro liegt. Mateta, der im Sommer 2018 für acht Millionen Euro zu den 05ern wechselte, würde damit als neuer Rekord-Abgang in die Vereinsgeschichte eingehen. Sein Vertrag in Mainz läuft allerdings noch bis 2023; der Ball liegt damit beim FSV.


Auf kurz oder lang dürfte Mateta jedoch für viel Geld den Verein wechseln. Allzu viele Tränen wird man bei den Rheinhessen dann aber nicht verdrücken. Immerhin ist der Franzose die nächste große Erfolgsgeschichte eines der grauen Mäuschen der Bundesliga. Und fast schon traditionell wird man in Mainz die Hand aufhalten und brav Danke sagen - denn so läuft es bei den Kleinen der Bundesliga. Die Früchte dieser Arbeit lassen sich zwar nicht an der ganz großen Fußballbühne, aber einem prall gefüllten Konto ablesen.