​Carl Zeiss Jena steckt momentan mitten in der Krise. Nur ein Punkt nach elf Spieltagen bedeutet mit Abstand den letzten Tabellenplatz. Ein großer Verlierer beim Drittligisten war in den letzten Wochen zudem Ole Käuper. Nach schwachen Leistungen wurde die Leihgabe von ​Werder Bremen in die zweite Mannschaft versetzt. Nun scheint der 22-Jährige seine Lektion gelernt zu haben.


Ole Käuper hat seit vielen Jahren den Status als großes Talent inne. Doch immer wieder überschatten disziplinäre Verfehlungen seine nicht immer überzeugenden Leistungen. Kurzzeitig schien es so, als hätte er seine nächste Chance verspielt. Denn in den letzten Wochen wurde der anfängliche Stammspieler von Carl Zeiss Jena aus dem Profikader gestrichen.


Nach acht Einsätzen ohne Torbeteiligung zogen die ​Verantwortlichen die Reißleine und versetzten den Youngster in die Oberliga. Nachdem er es sich bereits vor einem halben Jahr mit ​Erzgebirge Aue verscherzte, schien sein Profitraum nun in weite Ferne zu rücken. Allerdings erhält er noch eine weitere Bewährungsprobe.


Trainerwechsel als Chance für Käuper


Denn ein Trainerwechsel spielte dem Jugendspieler in die Karten. Nach dem katastrophalen Saisonstart wurde Coach Lukas Kwasniok entlassen, vor wenigen Tagen übernahm der 51-jährige Rico Schmitt. Im ersten Pflichtspiel, dem Pokalduell gegen GW Siemerode, baute dieser auf Käuper und verordnete ihn zurück in die erste Mannschaft. Seine Maßnahme zahlte sich gleich aus.


Mit einem Treffer und einem guten Auftritt sorgte der Leihspieler für ein gelungenes Comeback. Laut dem Übungsleiter hat sich Käuper den Einsatz verdient: "Jeder hat die Möglichkeit, sich wieder zu zeigen. Da sind auch junge Spieler, die wir unterstützen wollen, wenn sie auch mit ihren Verfehlungen selbstkritisch umgehen. Wenn sie sagen, das Verhalten war in der einen oder anderen Situation nicht richtig. Wenn ich das spüre, gibt es gar keine Diskussion", so Schmitt im MDR.


In den nächsten Wochen wird der Mittelfeldspieler also wieder mit mehr Einsatzzeiten rechnen können. Liefern muss Käuper trotzdem, vor allem um Jena noch irgendeine Chance auf den Klassenerhalt zu gewährleisten. Vielleicht war es nun die Wende in seiner noch jungen Karriere, allzu viele Ärgernisse darf sich der junge Profi allerdings nicht mehr erlauben.