Weltmeister Thomas Müller hatte in den letzten Wochen beim ​FC Bayern München ​einen schweren Stand. Cheftrainer Niko Kovac setzte im offensiven Mittelfeld auf Neuzugang Philippe Coutinho und ließ den 30-Jährigen weitestgehend außen vor. Müller machte keinen Hehl daraus, dass er mit seiner Situation alles andere als zufrieden ist, weshalb schnell Gerüchte um einen Abschied laut wurden. Bei Ajax Amsterdam wäre der Ex-Nationalspieler jederzeit willkommen.


"Wenn das Trainerteam mich in Zukunft nur noch in der Rolle des Ersatzspielers sieht, muss ich mir meine Gedanken machen. Dafür bin ich einfach zu ehrgeizig", ​erklärte Müller in der vergangenen Woche im kicker-Interview. "Ich bin fest davon überzeugt, dass ich dem Team mit meinen Fähigkeiten auf dem Platz weiterhelfen kann." Mit seiner aktuellen Rolle sei der Weltmeister überhaupt nicht zufrieden. In den letzten fünf Pflichtspielen kam der 30-Jährige lediglich 67 Minuten zum Einsatz. 


Auch die Aussage von Kovac, wonach der Offensivspieler seine Einsatzminuten bekommen würde, "wenn Not am Mann sein sollte", heizte die Gerüchte um einen Abschied des Ex-Nationalspielers weiter an. Müller hat sich mittlerweile mit dem Bayern-Coach ausgesprochen. Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge ​zeigte Verständnis für die Unzufriedenheit des Angreifers, schloss einen Abschied des Publikumslieblings jedoch aus. "Das Verhältnis zwischen Thomas und dem FC Bayern ist total intakt. Er wird ein wichtiger Bestandteil unseres Klubs bleiben", sagte der 64-Jährige gegenüber der Welt am Sonntag.


"Bei Ajax ist er jederzeit willkommen"


An potenziellen Interessenten für das bayerische Eigengewächs mangelt es offenbar nicht. Ajax-Sportchef Marc Overmars würde Müller mit offenen Armen empfangen. "Bei Ajax ist er jederzeit willkommen. Müller ist für mich die DNA von Bayern", sagte der 46-Jährige gegenüber dem Sportbuzzer. Der Bayern-Profi könne ihn immer anrufen. 


Sollte ein Müller-Abschied ​im kommenden Sommer tatsächlich ein Thema werden, dürfte die Eredivisie jedoch keine Option sein. Ein Wechsel in eine europäische Top-Liga oder in die MLS erscheint deutlich realistischer zu sein. Da der 30-Jährige vertraglich "nur" noch bis 2021 gebunden ist, wird im nächsten Sommer mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Entscheidung über dessen Zukunft fallen. Dass der deutsche Rekordmeister den Rechtsfuß ein Jahr später ablösefrei ziehen lässt, ist eher unwahrscheinlich.