​Am Montag wurde Domenico Tedesco ​als neuer Trainer des russischen Traditionsvereins Spartak Moskau vorgestellt. Der ehemalige Coach des FC Schalke 04 ist dabei bei weitem nicht der einzige deutsche Übungsleiter, der seine Brötchen im Ausland verdient. Neben Hochkarätern wie Jürgen Klopp und Thomas Tucheln, tummeln sich auch weitere Exportschlager auf dem ganzen Globus.


Domenico Tedesco (Spartak Moskau)


Sieben Monate nachdem Tedesco von den Königsblauen freigestellt worden war, fand der erst 34-jährige Coach nun mit Spartak Moskau eine nicht nur aus finanziellen Gründen reizvolle Aufgabe. Auch die Knappen sind ob des neuen Jobs ihres Ex-Angestellten sehr glücklich, schließlich konnte der Deutsch-Italiener nun endlich von der Schalker Gehaltsliste gestrichen werden.


Jürgen Klopp (FC Liverpool)


Dabei kann man für Tedesco nur hoffen, dass er bei seiner Vereinswahl ein ähnliches Händchen bewies, wie ​Jürgen Klopp. Die BVB-Legende passt auf den FC Liverpool seit nunmehr vier Jahren wie Arsch auf Eimer und konnte seine steile Entwicklung mit den Reds in der vergangenen Saison mit dem Gewinn der Champions League krönen.


Thomas Tuchel (Paris Saint-Germain)


Auch beim französischen Spitzenklub Paris Saint-Germain sitzt mit Thomas Tuchel ein deutscher Trainer am Hebel. Trotz des Gewinns der französischen Meisterschaft wird der 46-Jährige rund um den Eiffelturm aber immer noch kritisch beäugt und ​immer wieder mit einem Abgang in Verbindung gebracht. Ruhe verschaffen könnte er sich wohl nur durch einen Erfolg in der Königsklasse.


Franco Foda (Österreich)


​Seit dem Oktober 2017 hat der gebürtige Mainzer in der österreichische Nationalmannschaft das Sagen und kann seitdem einen starken Punkteschnitt von 2,05 für sich beanspruchen. Nur zum Vergleich: Die Bilanz von Klopp steht derzeit bei "nur" 2,00.


Gernot Rohr (Nigeria)


Gernot Rohr war in seiner langen Trainerkarriere schon immer ein echter Weltenbummler und scheute sich dabei nie davor zurück, auch Abenteurer einzugehen. Seit knapp einer Dekade konzentriert sich der 66-Jährige dabei auf den afrikanischen Kontinent und landete über den Gabun, den Niger und Burkina Faso schlussendlich im Sommer 2016 in der Nationalmannschaft von Nigeria.


Daniel Farke (Norwich City)


Nachdem neben Klopp auch der heutige Schalke-Coach David Wagner zwischenzeitlich die Premier League aufgemischt hatte, sorgt aktuell Daniel Farke mit Norwich City für Furore. Der 42-Jährige steckt mit seiner Mannschaft zwar derzeit im Abstiegskampf, wird auf der Insel aber dennoch sehr geschätzt.


Thorsten Fink (Vissel Kobe)

Nachdem Thorsten Fink mit dem FC Basel zahlreiche Erfolge feiern konnte, heuerte der heute 51-Jährige im Oktober 2011 beim Hamburger SV an. Wirklich glücklich wurde der Coach an der Elbe aber nie und landete über mehrere Zwischenstationen schlussendlich im fernen Japan. Bei Vissel Kobe arbeitet er dabei nun mit Weltstars wie Lukas Podolski und Andres Iniesta zusammen.


Bernd Hollerbach (Royal Excel Mouscron)


Als Spieler konnte Bernd Hollerbach mit dem Hamburger SV so manche Schlacht erfolgreich schlagen. Als angedachter Retter hatte er in der Saison 2017/18 aber nicht die richtigen Werkzeuge parat, um die Mannschaft vor dem Abstieg zu bewahren. Nach seiner kurzen Interimsrolle verschlug es den 49-Jährigen in diesem Sommer zum belgischen Erstligisten Royal Excel Mouscron.


Thomas Doll (APOEL Nikosia)


Auch Thomas Doll kam in seiner Trainerkarriere bereits ordentlich rum und schaute dabei schon oft über den Tellerrand hinaus. Auch nach seiner alles andere als erfolgreichen Zeit bei Hannover 96 flüchtete der 53-Jährige daher ins fußballerische Exil und coacht mit dem ​zypriotischen Klub APOEL Nikosia dabei sogar einen Europa-League-Teilnehmer.


Winfried Schäfer (FC Baniyas)


Wenn von deutschen Globetrottern die Rede ist, würde es an Hochverrat grenzen, den Namen Winfried Schäfer nicht zu erwähnen. Als Trainer des Karlsruher SC machte sich der emotionale Coach einst rasch auch international einen Namen und heuerte später beim kamerunischen Verband an. Mit den Löwen wurde er dann im Jahre 2002 Afrikameister. Ein ähnliches Kunststück gelang ihm mit Jamaika, als er 2105 die Karibikmeisterschaft erringen konnte. Derzeit arbeitet der mittlerweile 69-Jährige in den Emiraten.