​Schon nach dem 1:0-Sieg gegen Albanien mit anschließendem Militärgruß-Jubel der türkischen Nationalmannschaft hatte die UEFA Untersuchungen angekündigt. Gemäß den Statuten sind politische Gesten nicht erlaubt. ​Mittendrin im Geschehen waren auch Kenan Karaman und Kaan Ayhan von ​Fortuna Düsseldorf. Beim 1:1 in Frankreich verzichteten beide auf die Geste.


Von ihrem Klub wurden die beiden im Anschluss aber in Schutz genommen. Berechtigt, blickt man auf die Reaktion nach dem 1:1 gegen Weltmeister Frankreich. Der eingewechselte Ayhan hatte die Führung der Franzosen ausgeglichen. Auf einen erneuten Jubel mit Militärgruß verzichtete der 24-Jährige aber - ganz im Gegensatz zu vielen seiner Nationalelf-Kollegen. Die forderten Ayhan dann auch auf, es ihnen gleich zu tun.


Disput mit Demiral


Nach der Nachrichtenagentur AP habe Juve-Verteidiger Merih Demiral Ayhan aufgefordert den Gruß zu machen. Nach einem kurzen Disput lief Ayhan aber zurück aufs Spielfeld. Dem Vernehmen nach musste Ayhan im Anschluss auch Kritik von den türkischen Medien einstecken.


Karaman soll sich ebenfalls nicht an der Jubelgeste seiner Mitspieler beteiligt haben. Aus Sicht von Fortuna Düsseldorf sehr erfreulich - dürfte doch die Diskussion um die beiden schnell wieder vorbei sein. Der türkischen Nationalmannschaft dagegen droht ein Nachspiel.