​Im Sommer wechselte Eduard Löwen für sieben Millionen Euro zu ​Hertha BSC. Der Neuzugang aus ​Nürnberg wurde mit großen Erwartungen verbunden und sollte das Mittelfeld der Berliner beleben. Doch noch kam der deutsche U21-Nationalspieler nicht in Fahrt. In den kommenden Tagen muss sich der Profi weiter gedulden.


Nur drei Einsätze stehen für den Mittelfeldspieler in dieser Saison zu Buche. In der ​Bundesliga sammelte Löwen gerade einmal 44 Minuten Spielpraxis, der bisher enttäuschende Auftakt nimmt vorerst kein Ende. Dabei erhoffte sich der 22-Jährigen einen Durchbruch im deutschen Oberhaus, noch hat er allerdings deutlich zu kämpfen.


Nun zieht sich der nächste Rückschlag unerwartet lange hin. Nach einer Knie-Blessur sollte der Abräumer eigentlich nur wenige Tage pausieren, doch seit zwei Wochen fällt Löwen jetzt schon aus. Eine Besserung der Probleme ist noch nicht in Sicht, vorerst herrscht weiterhin eine gewisse Unsicherheit, wie Trainer Ante Čović in der Bild bestätigt: "Wir schauen von Tag zu Tag. Er trainiert individuell. Wann er wieder einsteigt, kann ich nicht sagen.“


Holpriger Start für Löwen hat Gründe


Die nächste bittere Nachricht muss Löwen also kämpferisch verdauen. Seine Ambitionen bei der Hertha sind trotzdem weiterhin hoch. Der Neuzugang ​will sich für die Startelf empfehlen und sich zu einem überzeugenden Leistungsträger entwickeln. Dies gelang ihm bisher überhaupt nicht. Neben den kleineren Verletzungen hat dies vor allem mit der starken Konkurrenz in der Mannschaft zu tun.


Die Saisonvorbereitung ist für seinen Trainer ebenfalls ein Grund für die wenigen Einsätze: "Durch die Nationalmannschaft ist er erst spät bei uns eingestiegen, musste einiges nachholen. Er war jetzt ganz nah dran, leider kam dann die Verletzung. Aber wir haben Edu ja nicht für ein halbes Jahr verpflichtet, er wird demnächst durchstarten.“ 


In den kommenden Wochen will Löwen nun so schnell wie möglich wieder fit werden. Seinen Platz in der Mannschaft will er sich durch gute Leistungen und eine enorme Vielseitigkeit erarbeiten. "In Nürnberg hat er auf fast allen Positionen gespielt, ist auch sehr torgefährlich. Ich sehe ihn als Sechser und als Achter. Aber er kann auch Außen spielen", so Čović lobend. Nach den verpatzten ersten Wochen ist der Mittelfeldspieler also weiter hochmotiviert und will schon bald den Durchbruch schaffen.