Auf dem Platz war Miroslav Klose ein Phänomen. Der Rekord-WM-Torschütze und Weltmeister von 2014 ging in der Bundesliga für den 1. FC Kaiserslautern, ​Werder Bremen und Bayern München auf Torejagd, bei Lazio Rom bewies er seine Qualitäten für viele Jahre auch im Ausland. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur sprach der heutige U17-Trainer der Münchner Bayern über diejenigen Spieler, in denen er sich am ehesten wiedererkennt, und wer sein persönlicher Lieblingsspieler war.


668 Pflichtspiele, 259 Tore - hinzu kommen 71 Treffer in 137 Länderspielen. Miroslav Klose, 2006 zu Deutschlands Fußballer des Jahres gewählt, hat eine erfolgreiche Laufbahn hinter sich, die er mit dem WM-Titel in Brasilien krönte und 2016 bei Lazio Rom beendete.


Ob mit rechts, links oder dem Kopf, im Strafraum gehörte Klose zu den gefährlichsten Stürmern der Welt. Mehr als zehn Jahre bewies er sein herausragendes Gespür im Strafraum, immer wieder setzte er im richtigen Moment zum entscheidenden Sprint an, um vor seinen Gegenspielern an den Ball zu kommen.


Klose adelt Füllkrug und Lewandowski


Bei der Frage, in welchem Spieler er sich am ehesten wiedererkennt, nannte der 41-Jährige gleich zwei Akteure aus der Bundesliga (zitiert via Sportbuzzer): "Früher hatte ich mal den Niclas Füllkrug genannt", erinnert er sich. Der 26-Jährige kehrte im Sommer von Hannover 96 zu Werder Bremen zurück, erzielte in dieser Saison zwei Tore in vier Spielen. Aufgrund eines Kreuzbandrisses fällt Füllkrug jedoch aus, wird womöglich für den Rest der Saison passen müssen. Klose lobt: "Den finde ich echt interessant und recht komplett. Der ist schnell, und hat einen Instinkt, den man als Stürmer braucht."


"Ein anderer, der so ein bisschen ist wie ich", fuhr er fort, "ist Robert Lewandowski." Der Pole befindet sich derzeit in absoluter Bestform, steht nach sieben Bundesligaspielen bei elf Toren - entsprechend sei er nicht ganz wie Klose zu seinen besten Zeiten, sondern "zehnmal besser". In zehn von elf Pflichtspielen war Lewandowski in dieser Saison bereits zur Stelle, insgesamt kommt er auf 206 Tore für Bayern München in 253 Partien. "Der ist komplett, beidfüßig, kopfballstark und kann schießen", adelt Klose, der zudem verriet, wer auf dem Platz sein Lieblingsspieler war.


Lieblingsspieler Müller


"Am liebsten zusammengespielt habe ich immer mit Thomas Müller, weil wir uns super ergänzt haben. Wir mussten uns nur anschauen und wussten, was wir machen. Das war schon eine geniale Kombination." Der 30-Jährige hat in München derzeit keinen guten Stand, ist von Niko Kovac als Ersatz für Philippe Coutinho eingeplant. 


Seit geraumer Zeit schwankt Müller zwischen starken Leistungen und einem eher blassen Bild, schuld daran ist auch, dass er in den bisherigen Pflichtspielen dreimal auf der eher ungeliebten rechten Außenbahn begann, obwohl er seine Stärken klar hinter der Spitze besitzt. Dort brillierte er im Trikot des FC Bayern in den vergangenen Jahren mit Lewandowski, bei der Nationalmannschaft dagegen war nach 100 Länderspielen Schluss.