​in der ​Bundesliga ist er in den letzten Jahren ein allgegenwärtiger Name gewesen, bald könnte die Zeit im Profifußball aber für ihn enden. Jörg Schmadtke, momentan als Geschäftsführer Sport in ​Wolfsburg tätig, denkt über ein mögliches Karriereende nach. In eineinhalb Jahren könnte sich der 55-Jährige zurückziehen.


Nicht nur als Spieler, sondern vor allem als Geschäftsführer machte sich Jörg Schmadtke in der Bundesliga einen Namen. In seiner Laufbahn als Verantwortlicher war er in ​Hannover und ​Köln sowie nun eben in Wolfsburg aktiv. Dabei hinterließ er stets einen starken Eindruck, heute gehört er deswegen zu den absoluten Experten in seinem Fachbereich.


Doch bereits jetzt denkt der 55-Jährige über ein mögliches Karriereende nach. Wie er im Fan-Talk Wontorra on Tour berichtet, beschäftige ihn die Zukunft bereits länger: "Worüber ich mir heute Gedanken mache ist: Wie lange bin ich noch in diesem Betrieb Fußball-Bundesliga oder möchte ich sein? Und was mache ich danach?“


Wenig spricht für Vertragsverlängerung


Für die Anhänger der Wölfe kam diese Andeutung durchaus überraschend. Immerhin ist Schmadtke noch im besten Alter und besticht durch seine überaus erfolgreiche Arbeit. In Wolfsburg wurde deutlich, was viele Vereine an ihm schätzen. Den ehemals abstiegsbedrohten​ VfL führte er nach Europa, in dieser Saison steht aktuell der zweite Platz zu Buche.


Doch sein Vertrag läuft nur noch bis zum Sommer 2021, dann könnte für den Sportchef Schluss sein. "Ich habe noch gut eineinhalb Jahre Vertrag. Und dann schauen wir mal, was passiert. Kann schon sein, dass ich danach sage: Ich kümmere mich um meine Frau. Das Leben ist schon intensiv genug gewesen und da kann man sich über andere Dinge Gedanken machen. Das kann sein, aber das weiß ich heute noch nicht“, so Schmadtke in der Bild.


Die kommenden Monate werden also nicht nur für den 55-Jährigen sehr spannend. Verständlich wäre ein Rückzug allerdings definitiv, denn in seiner Karriere erreichte Schmadtke einige Ziele. Ein möglicher Nachfolger steht in Wolfsburg zudem ebenfalls in den Startlöchern. Der aktuelle Sportdirektor und ehemalige Wolf Marcel Schäfer wäre ein geeigneter Kandidat. Bisher zeigte er mit einer reifen Führung und großer Kompetenz, dass er ein Mann für die Zukunft ist. Trotzdem wird es eine große Herausforderung, die Fußstapfen von Jörg Schmadtke wären riesig.