Die stolze Summe von 145 Millionen Euro hat der ​FC Barcelona an den ​FC Liverpool bezahlt, um sich ab dem Sommer 2018 die Dienste von Philippe Coutinho zu sichern. Viel mehr wollten sie diese Summe zahlen, denn getan haben sie dies wohl noch nicht: Es fehlen noch immer rund 100 Millionen Euro!


Durch den Finanzbericht des FC Barcelona zur Saison 2018/2019, der jährlich veröffentlicht wird, wurde klar, dass der Verein noch ungefähr 260 Millionen Euro Schulden bei anderen Vereinen hat. Ganze 100 Millionen Euro davon stehen noch dem FC Liverpool aus, der bislang nur knapp ein Drittel für den Coutinho-Transfer (145 Millionen Euro exklusive Boni) bekommen hat. 


94,6 Millionen gehen an Liverpool - weitere "Schulden" aufgebaut


Genau gesagt sind es 94,6 Millionen Euro, die noch ausstehen. Davon sollen 27,9 Millionen Euro kurzfristig, die restlichen 66,7 Millionen Euro sollen langfristig gezahlt werden, berichtet die AS. Die weiteren, noch ausstehenden Schulden belaufen sich u. a. auf knapp 30 Millionen Euro die an Bordeaux gehen für Malcom, 48,6 Millionen Euro an Ajax Amsterdam für ​Frenkie de Jong, 10,9 Millionen gehen noch an den deutschen Rekordmeister ​Bayern München für Arturo Vidal und 31,4 Millionen Euro an den FC Valencia für Neto. 


Auf der anderen Seite warten die Katalanen selbst aber auch noch auf Zahlungen. 75,3 Millionen Euro wird man noch einnehmen: 26 Millionen Euro vom FC Everton für das Trio um Yerry Mina, Lucas Digne und André Gomes. Valencia ist Barça noch 13,9 Millionen Euro für Jasper Cillessen schuldig und auch ​Borussia Dortmund hat noch eine 11,01 Millionen-Euro-Rechnung für Paco Alcácer offen. 


Im Grunde sind derartige, noch ausstehende Zahlungen nichts Ungewöhnliches. Selten werden Summen - vor allem wenn sie größer sind - in einem Rutsch überwiesen. Dass man Liverpool allerdings noch fast 100 Millionen Euro schuldig ist, überrascht ein wenig. Immerhin hat man so gerade mal das erste Drittel der Rechnung beglichen, und das nach über einem Jahr.