​Die Zeiten als ​Manchester United in der Premier League noch Titelanwärter Nummer Eins war, sind gezählt. Der englische Traditionsverein befindet sich seit dem Abgang von Trainerlegende Sir Alex Ferguson in der Talfahrt. Auch Trainer Ole Gunnar Solskjaer wirkt ratlos und erklärt die Stürmersituation bei den Red Devils nach den Abgängen von Lukaku und Sanchez.

Manchester United konnte unter Sir Alex Ferguson große Erfolge verbuchen und war über lange Zeit das Aushängeschild der Premier League. 


 Titel unter Ferguson


Titel:​

​Anzahl
​Premier League​13
​Champions-League​2
​FA Cup​5
​League Cup​4


Seit dem Abgang von Sir Alex Ferguson vor sechs Jahren konnte Manchester United nur noch vergleichsweise magere drei Titel verzeichnen, sie gewannen jeweils einmal die Pokalwettbewerbe, sowie in der Saison 2016/2017 die Europa League. Gerade der Sieg der Europa League ist dabei aber eher als Trostpflaster zu bewerten, ist sie doch nur der Bruder der Champions League und genießt gerade auf der Insel weitaus weniger Ansehen.


Trotz Rekord-Ausgaben kaum Ertrag


Obwohl Manchester United seit dem Abgang von Sir Alex Ferguson in etwa mehr als eine Milliarde ​Euro in neue Transfers investiert hat, steht der sportliche Ertrag in keinem Verhältnis dazu. Weltstars wie z.B. ​Paul Pogba, der für die damalige Rekordsumme im Sommer 2016/2017 für 105 Millionen Euro von Juventus Turin zu United transferiert wurde, brachten nicht die erhofften Erfolge. 


Die Transferpolitik des einstigen Spitzenklubs wirft zudem Fragen auf. Zwar verpflichtete man zu dieser Saison mit Harry Maguire und Aaron Wan-Bissaka durchaus Verstärkungen für die Abwehr, lies aber auch Torjäger Romelu Lukaku zu Inter ziehen, ohne sich auf dieser Position gleichwertigen Ersatz zu sichern. Solskjaer wird in den Manchester Evening News zitiert: "Ich möchte nicht zu viel über andere Spieler sprechen, ich habe hohen Respekt vor Romelu, aber seine Zeit hier war vorbei." Zudem verpasste es United einen Spielmacher zu verpflichten der dringend gesucht wurde. 


Solskjaer erklärt Stürmer-Situation 


Solskjaer stellt klar, dass die Verantwortlichen in Manchester grundsätzlich zufrieden mit den getätigten Transfers und der Zusammenstellung des Kaders sind, am Ende fehlte lediglich die Zeit die Überlegungen noch gänzlich abzuschließen. 


Zudem wollte man keine übereifrigen Entscheidungen treffen: "Sie beißen lieber in die Kugel und warten, weil sie nicht einen hohen Betrag an Geld ausgeben möchte wenn sie sich nicht sicher sind". Das deutet darauf hin, dass United sicherlich in der kommenden Winter-Transferphase noch einmal aktiv wird. 


​In den Überlegungen der Red Devils spielte unter anderem Paolo Dybala eine Rolle, beide Parteien haben aber andere Gehaltsvorstellungen gehabt.

Solskjaer wirkt momentan nicht als könnte er das Ruder herumreißen. Seine Bilanz in Manchester ist zudem erschreckend. In 20 Spielen als Cheftrainer kann Solskjaer nur sechs Siege verbuchen.


Sollte es Solskjaer nicht schnell gelingen wieder in ruhigere Fahrwasser zu kommen, wird er höchstwahrscheinlich nicht mehr lange die Gelegenheit dazu haben. ​Unumstritten ist er in Manchester auf keinen Fall mehr. Ein vertrautes Gefühl im Old Trafford...