​Zuletzt eilten die erfolgsverwöhnten ​Münchner von Sieg zu Sieg. Doch gegen die ​TSG aus Hoffenheim gab es einen ordentlich Dämpfer, die erste Niederlage der Saison hatte einige Gründe. Nach den so starken Leistungen aus den Vorwochen, zeigt sich, woran der Rekordmeister noch arbeiten muss.


Top: Robert Lewandowski


In der ​Bundesliga führt momentan ​kein Weg an ihm vorbei. Robert Lewandowski ist das Maß der Dinge, zumindest was Tore angeht. Gegen die Hoffenheimer traf er bereits im zehnten Pflichtspiel in Folge, ganze 15 Treffer konnte er bisher bejubeln. Seine Frühform in der Liga stellt einen neuen Rekord auf, doch nicht nur durch Tore glänzt der Pole. Viel Einsatz und stetige Gefahr machen Lewandowski zu einer echten Waffe, doch die Bayern dürfen sich nicht nur auf ihn verlassen.


Flop: Zu viele Fehler


Was war los mit dem FCB? Unter der Woche schossen die Münchner die Tottenham Hotspur mit sieben Toren ab, davon blieb nun allerdings nur wenig. Immer wieder erlaubten sich die Bayern vermeidbare Fehler, schlechte Pässe und ​Abstimmungsschwierigkeiten erlaubten den Gästen, ihr Spiel aufzuziehen und kurz nach der Pause zum Torerfolg zu kommen. Dazu war der Rekordmeister viel zu lethargisch, bei gegnerischem Ballbesitz zog sich die Elf von Niko Kovač ungewöhnlich weit zurück. Eine solche Passivität ist in der aktuellen Situation nicht nachzuvollziehen, im Anbetracht auf die vergangene Saison ist es aber keine Neuheit.


Flop: Mannschaftsleistung


Das Selbstverständnis in diesen Tagen ist bei den Bayern enorm, dazu gibt es auch allen Grund. Doch die ersten Spiele zeigen, dass nicht alles Gold ist was glänzt. Immer wieder haben die Bayern nämlich Probleme, wenn es um die kompakte Mannschaftsleistung geht, denn zu oft muss sich die Mannschaft auf Individualisten wie Lewandowski verlassen. Doch die Bayern brauchen Lösungen, falls die Einzelleistungen nicht zum Erfolg führen. Diese fehlten gegen Hoffenheim komplett.


Top: Reaktion nach dem Rückstand


Was die Bayern allerdings auszeichnete, war die Reaktion nach dem zwischenzeitlichen Rückstand. Am Dienstag war der Rückstand bereist nötig, damit die Bayern endgültig ins Spiel fanden. In der Bundesliga war dies ebenfalls der Fall, denn nach dem 0:1 hatte der Rekordmeister die stärkste Phase. Innerhalb von fünf Minuten zogen die Münchner derart an, dass der Ausgleich fast schon erzwungen wurde. Mehrere Großchancen reichten für den Treffer, danach nahm der Druck allerdings wieder ab. 


Flop: Chancenverwertung


Zwar haben die Bayern mit Lewandowski einen der besten Angreifer überhaupt in den Reihen, für die Tore müssen die Münchner trotzdem arbeiten. Mit fast 20 Torschüssen hatte der Rekordmeister einige Chancen, die insgesamt aber großteilig ungenutzt blieben. Die TSG benötigte dagegen nur wenige Möglichkeiten, um gleich zwei Treffer zu erzielen. Vor allem diese Statistik sorgte letztlich ​für den Unterschied und die erste Niederlage der Saison.


Flop: Der FCB bringt sich um die eigene Sicherheit


Mit einem Sieg hätte der FCB den Vorsprung auf die ebenfalls schwächelnde Konkurrenz vergrößern können. ​Doch die Chance blieb ungenutzt und so brachten sich die Münchner um ihre eigene Sicherheit. Der Fortschritt der letzten Wochen scheint nun wieder vergessen, obwohl der FCB vor einer entscheidenden Saison steht. In der Länderspielpause muss Kovac seine Truppe wieder auf Kurs bringen - was die Mannschaft mit 100 Prozent Einsatz und Konzentration imstande ist zu leisten, hat sie in dieser Saison schließlich bereits bewiesen!