​​Borussia Dortmund tritt in der ​Bundesliga auf der Stelle. Nach dem dritten 2:2-Unentschieden in Folge, verpasst der BVB den Sprung an die Tabellenspitze. Gegen den ​SC Freiburg zeigte die Elf von Trainer Lucien Favre wieder Licht und Schatten, doch nach der Partie bleiben vor allem einige Flops in Erinnerung.


Top: Anfangsphase


Ein zu erkennendes Muster aus​ den letzten Spielen wurde auch gegen Freiburg wieder sichtbar. Denn in ein Spiel starten die Dortmunder stets konzentriert und gewillt, früh ein Tor zu erzielen. Zwar fehlten die ganz dicken Chancen, doch der BVB entwickelte immer mehr Druck und ging in der 20. Minute in Führung. Doch nach dem ersten Treffer wandelte sich das Bild, auf dem Druck der Anfangsphase konnte Dortmund nicht aufbauen.


Flop: Erneute defensive Anfälligkeit


Es ist zum Haare raufen, immer wieder bringen sich die Borussen mit einigen Leichtsinnigkeiten und Abstimmungsfehlern um wichtige Punkte, so auch gegen Freiburg. Von Beginn an erlaubten die Dortmunder zu viele Räume, so kam der Sportclub zu einige Topchancen. In Sachen Torschüsse waren die Freiburger am Ende der Partie ebenbürtig, die Gegentore waren nicht unbedingt überraschend. Vermeidbar war allerdings vor allem der Ausgleich kurz vor Schluss, ein erneutes Eigentor brachte den BVB um den Sieg.


Flop: Schlussphase 


Ist der BVB titelreif? Diese Frage stellte sich in den letzten Wochen immer wieder, denn einiges spricht definitiv dagegen. Exemplarisch dafür stehen die letzten Bundesligaspiele, in denen der BVB stets eine 2:1-Führung aus der Hand gab. Die Dominanz ging den Dortmundern nach den eigenen Treffern immer ab, gegen Freiburg verpasste der BVB erneut die frühe Entscheidung trotz einiger Lücken in der gegnerischen Defensive. Somit ​mussten die Fans bis zum Abpfiff zittern, erneut gab es allerdings den späten Rückschlag. Noch ist die Elf von Lucien Favre nicht reif genug.


Top: Achraf Hakimi


In den letzten Spielen konnte sich nur ein Spieler wirklich in den Vordergrund spielen. Achraf Hakimi durfte sich erneut auf dem Flügel beweisen, bis er nach kurzer Zeit (Verletzung von Piszczekin die Verteidigung rückte. Von dort verbreitete er allerdings viel Gefahr und schaltete sich oft in die Offensive ein. Mit dem Treffer zum 2:1 bewies er erneut seinen Torriecher, bereits in der Königsklasse traf er gleich zwei Mal. Doch wenn sich der Marokkaner offensiv mit einbindet, geht ein gewisses Maß an defensiver Stabilität verloren. Favre bewegt sich mit dem Youngster als auf einem schmalen Grat.


Flop: Wechselhafte Leistungen


Die vielleicht größte Frage für Favre dürfte sein, wieso seine Mannschaft nicht über 90 Minuten in gleicher Manier aufspielen kann. Eine konstante Leistung über die gesamte Spielzeit scheint momentan kaum noch möglich, die Verantwortlichen sehen deutliche Schwankungen. Vor allem nach eigenen Toren schaltet der BVB immer wieder in einen Verwaltungsmodus, damit lässt die Mannschaft Räume für den Gegner, die immer wieder ausgenutzt werden. Um in der Liga wieder einmal ein Spiel zu gewinnen, braucht es ein konzentriertes und vor allem selbstbewusstes Auftreten.