Am Sonntag hat der ​FC Augsburg den nächsten ​harten Brocken vor der Brust. Die Reise der Fuggerstädter führt zu ​Borussia Mönchengladbach, trotz der zusätzlichen Belastung in der Europa League warnt Martin Schmidt ausdrücklich vor den Fohlen. Der 52-Jährige wird noch immer auf einige Spieler verzichten müssen, nach der Länderspielpause lichtet sich das Lazarett aber voraussichtlich wieder.​


Nur ein Sieg aus sechs Spielen, Platz 13 in der Tabelle. Der Negativtrend des FC Augsburg hält weiter an. Schmidt, der in seiner knapp sechs Monate währenden Amtszeit nur drei Siege feiern durfte, sieht dennoch Fortschritte: "Ich habe gespürt, als es wieder auf den Trainingsplatz ging, war die Positivität zurück und das Leverkusen-Spiel abgehakt. Die Jungs sind hungrig und schauen nach vorne."


"Der Aufwand", so der Schweizer, stimme zurzeit "nicht mit dem Ertrag überein." In dieser Woche habe man daran gearbeitet, "uns unter Druck sauberer aus der eigenen Hälfte zu kombinieren", verbessern könne man sich aber nur Schritt für Schritt: "Wir wollen viele kleine Schritte gehen, um uns kontinuierlich zu verbessern."

Gegner Gladbach gewann die letzten drei Bundesligaspiele, kassierte dabei nur ein einziges Gegentor und rangiert vor den Samstagsspielen auf Platz fünf. "Offensiv sind sie sehr druckvoll, im Zentrum verfügen sie über spielstarke Spieler. Das wird eine intensive Angelegenheit", lautet die Analyse von Schmidt, der daher Änderungen in der Startformation erwägt. Der eigene Kader sei breit, lasse entsprechend mehrere Varianten zu. "Zu jedem Gegner", erklärt er, "gibt es jeweils unterschiedliche Spielertypen, die besser passen."

Noch sind aber nicht alle Spieler an Bord. Kapitän Daniel Baier kehrt nach drei Spielen ohne Einsatz zurück, hinter Carlos Gruezo (Verletzung am Sprunggelenk) und Marco Richter (Oberschenkelprobleme) stehen derweil Fragezeichen. Geduld ist laut Schmidt auch bei Marek Suchý und Jeffrey Gouweleeuw gefragt. Suchý werde in der kommenden Woche zurückkehren, Abwehrchef Gouweleeuw voraussichtlich erst nach der Länderspielpause.

Hahn zurück in der Startelf?


Sollte Schmidt erneut eine flach ausgerichtete 4-4-2 Formation wählen, sind nur zwei Änderungen zu erwarten. Die Viererkette vor Tomas Koubek bleibt wohl unverändert und wird aus Stephan Lichtsteiner, Tin Jedvaj, Felix Uduokhai und Philipp Max bestehen, im defensiven Mittelfeld wird jedoch Daniel Baier anstelle von Reece Oxford beginnen. Daneben wird Rani Khedira erneut Platz nehmen.


Auf den Außenbahnen könnte André Hahn für Iago zurückkehren, der 29-Jährige blieb gegen Bayer Leverkusen über 90 Minuten auf der Bank. Auf dem rechten Flügel würde dann Ruben Vargas beginnen. Die Doppelspitze besteht vermutlich erneut aus Alfred Finnbogason und Florian Niederlechner.


Die voraussichtliche Aufstellung des FC Augsburg im Überblick: