​Der ​2:0-Sieg von ​Borussia Dortmund über Slavia Prag bedeutet drei weitere Punkte für den BVB in der ​Champions League. Doch von einem verdienten und glanzvollen Auftritt kann kaum die Rede sein. Eine teilweise schwache und fehleranfällige Leistung sorgte für viel Kritik. Borussen-Trainer Lucien Favre zeigte sich dagegen nicht unzufrieden.


Der Strafraum von Dortmund brannte immer wieder lichterloh, offensiv ging dagegen nur wenig. Die Leistung von Borussia Dortmund in Tschechien reichte letztendlich nur knapp für den Sieg, die Fans waren trotz des Dreiers überwiegend enttäuscht. Da reichten auch die Glanzleistungen zweier Akteure nicht für einen überzeugenden Abend.


Trainer Lucien Favre konnte dem Spiel trotzdem einiges abgewinnen, vor allem nach den letzten Wochen: "Sie laufen richtig und pressen gut. Es war wichtig, dass wir hier gewinnen konnten. Wir haben nach drei Unentschieden endlich wieder gewonnen. Darüber sind wir sehr glücklich. Es war ein wichtiger Sieg für den weiteren Verlauf der Champions League. Und es war wichtig, die unnötigen, einfachen Gegentore zu vermeiden. Denn wir können nicht immer drei, vier Tore machen", so der Übungsleiter kurz nach dem Spiel.


Der Respekt vor dem Spiel der Prager war nicht zu verkennen: "Die anderen waren 90 Minuten sehr gefährlich. Das war eine sehr gute Leistung von Slavia, und das war keine Überraschung für mich." Für den Doppeltorschützen Achraf Hakimi hatte er positive Worte übrig. Trotz der ungewohnten Rolle auf dem linken Flügel konnte der Marokkaner überzeugen und glänzte mit seinen offensiven Qualitäten.


Unterschiedliche Meinungen beim BVB


​Sportdirektor Michael Zorc fand ebenfalls Lob für die Leistung der Borussia. Vor allem die viel angesprochene Mentalität aus den letzten Wochen sei nun deutlich besser gewesen: "In den vergangenen Wochen haben wir den Sack nicht zugemacht und nicht ergebnisorientiert gespielt. Heute haben wir es hervorragend umgesetzt." 


Der Dortmunder Matchwinner Hakimi selbst war von seiner Nominierung auf dem Flügel überrascht, freute sich aber über den guten Auftritt: "Ich war erst ein wenig verwundert, so offensiv aufgestellt zu werden. Aber ich kenne meine Möglichkeiten nach vorne. Ich kann offensiv spielen. Es ist eine Möglichkeit, die der Trainer hat, um mich einzusetzen."


Kapitän Marco Reus fand zumindest den Spielverlauf nicht komplett günstig und hätte das Spiel gerne weniger spannend gemacht. "Wir haben von der 1. bis zur 90. Minute dagegen gehalten und die Zweikämpfe angenommen. Wir hätten ein bisschen früher das 2:0 machen können, so haben wir die ganze Partie ein bisschen spannend gehalten", erklärte der Kapitän. "Aber wir sind sehr zufrieden, dass wir die Partie gewonnen haben." Im Endeffekt blicken die Beteiligten aber positiv auf das Spiel zurück.


Die besten Social-Media-Reaktionen:


Immerhin konnte der BVB in der Fremde drei Punkte einfahren, doch der Anspruch dürfte durchaus ein anderer sein. Das wissen auch die Fans, die das Spiel deutlich kritischer sahen.

Die Freude an den beiden Treffern von Achraf Hakimi überwog allerdings bei jedem Anhänger. Nach seinem tollen Abend erntete er viel Lob, anders als seine Mannschaftskollegen.



Die Redaktion von WUMMS fasste die Partie in Prag mit einem sehr passenden Beitrag zusammen und ging ebenfalls auf die zu deutliche Passivität einiger Dortmunder ein.

Einige Fans erinnerten sich noch zu gerne an die alten Zeiten zurück, in denen die Dortmunder immer wieder ein anderes Bild ablieferten.


Die Kritik an Trainer Lucien Favre fand nach den zuletzt durchwachsenen Wochen kein Ende. Einige Fans ließen sich zu wohlwollenden Scherzen treiben.