Es war ein beeindruckender Saisonstart für den ​SV Werder Bremen. Dabei kann nicht unbedingt von einer durchweg überzeugenden Leistung gesprochen werden, sondern eher vom Umgang mit den vielen Hürden. In Zeiten der Personalnot, aber auch Hoffnung, drängten sich zwei Akteure in den Reihen der Bremer ganz besonders auf; Florian Kohfeldt hat für Josh Sargent und Benjamin Goller durchdachte Pläne.


Es waren schwere Zeiten für den SVW, nur langsam erholt sich der Klub aktuell von den vielen Ausfällen. Trotz aller Probleme gestalteten die Grün-Weißen den Saisonstart dagegen akzeptabel und spielten immer wieder über ihren Möglichkeiten. Neben vielen Rückschlägen durch Verletzungen gab es allerdings einige Gewinner. Zu ihnen dürfte in jedem Fall Josh Sargent zählen.


Der US-Amerikaner gilt in Bremen seit längerer Zeit als großes Talent, nie konnte er seine Klasse aber über mehrere Spiele unter Beweis stellen. Doch im Sommer drängte sich der Youngster erneut auf und schien endlich zu konstanter Form gefunden zu haben. Bisher kam er in sechs Spielen zum Einsatz. Dabei sorgte der Angreifer für mächtig Eigenwerbung.

Bis dato steuerte der 19-Jährige ein Tor und eine Vorlage in der ​Bundesliga bei.​ Nicht nur als Scorer überzeugte er allerdings zuletzt, auch seine Arbeit abseits des Balls hat sich deutlich verbessert. Florian Kohfeldt hat die positive Entwicklung zur Kenntnis genommen und sprach nun über den weiteren Plan mit dem Youngster.


Kohfeldt hat Vertrauen in Sargent 

"Ich kann mich jetzt schon festlegen, dass Josh in den kommenden Wochen weiter Spielzeit bekommen wird, weil ich dem Jungen vertraue", so der Übungsleiter in der Bild. Nicht nur durch die Ausfälle hat sich Sargent also seinen Stand in der Mannschaft erarbeitet. Mit zuletzt guten Leistungen wird er immer wichtiger für Werder.


Ein Talent, dem in dieser Saison noch nicht wirklich ein Durchbruch zugetraut wurde, ist der ein Jahr ältere Benjamin Goller. Im Sommer stieß er aus der Jugendakademie von ​Schalke 04 zu den Werderanern. Er selbst fiel aufgrund eines Muskelfaserriss während des Saisonstarts aus, seitdem bewährte er sich allerdings bei den Profis.


Vorerst kein Platz für Goller


Vor allem aufgrund der vielen Ausfälle erhielt er von Kohfeldt die Chance, in seinem ersten richtigen Einsatz gegen ​RB Leipzig machte er seine Sache sehr gut. Doch mit der Rückkehr einiger Leistungsträger, wird der Platz im Kader wieder enger, was Sportchef Frank Baumann bestätigt. "Er wird sicher erst mal bei den Profis bleiben. Es kann aber sein, dass er dann mal wieder für die U23 zum Einsatz kommt."


Trotz des ersten guten Eindrucks, wird Goller erst einmal vorrangig in die Regionalliga zurückkehren. Doch er bewies, dass er den Sprung in den Profikader schaffen kann und weiter an sich arbeiten wird. Schon bald könnte er wieder eine ernsthafte Option für die Bremer werden - und das nicht nur aufgrund vieler Verletzungen.