​Der ​FC Bayern München bekommt es am Dienstagabend am 2. Spieltag der Champions League ​auswärts mit Tottenham Hotspur zu tun. Niko Kovac hofft dabei auf einen fokussierteren Auftritt als zuletzt gegen den SC Paderborn. Auf personeller Ebene stehen dem Coach mehrere Varianten zur Verfügung. Hinter einem Einsatz von Lucas Hernandez steht jedoch noch ein Fragezeichen.


Im Tor der Münchner wartet Manuel Neuer sehnsüchtig auf die nächste Chance, sich beim Fernduell mit Marc-Andre ter Stegen weiterhin in der Gunst von Bundestrainer Joachim Löw ganz vorne zu positionieren. Starke Auftritte (wie zuletzt sowohl national als auch international) und Topspiele wie gegen die Spurs stellen hierfür die besten Voraussetzungen dar.

Bei der taktischen Anordnung werden die Münchner auch in der englischen Hauptstadt in ihrem bewährten 4-2-3-1-System erwartet. In der Innenverteidigung gesetzt ist Abwehrchef Niklas Süle. Unklar ist hingegen, ob Lucas Hernandez rechtzeitig einsatzfähig ist. Der Franzose gab zwar selbst nach seiner verletzungsbedingten Auswechslung gegen Paderborn ​grünes Licht, womöglich ist Kovac das Risiko aber zu hoch. In diesem Falle würde Jerome Boateng für den Weltmeister in die erste Elf rücken.


Alaba vor Rückkehr


Gut sieht es allem Anschein nach wieder bei David Alaba aus. Der Linksverteidiger hatte zuletzt wegen einem Muskelfaserriss im Adduktorenbereich passen müssen, dürfte gegen die Spurs aber sein Comeback feiern. Auf der rechten Seite ​bleibt Benjamin Pavard weiterhin unangetastet, was auch mit der Rolle von Joshua Kimmich zusammenhängt.


Wie in den vergangenen Wochen wird der Nationalspieler nämlich auch gegen Tottenham aller Voraussicht nach im zentralen Mittelfeld zum Einsatz kommen. Gemeinsam mit seinem Nebenmann Thiago darf der 24-Jährige bei allem gewünschtem Zug nach vorne aber nicht seine defensiven Aufgaben vernachlässigen. Eine deutlich defensivere Variante wäre Javi Martinez oder auch der ebenfalls robustere Corentin Tolisso.


Perisic bereit für Jokerrolle​


Zuletzt wurde ​Ivan Perisic von einem grippalen Infekt ausgebremst und stand gegen Paderborn gar nicht erst im Kader der Münchner. Gegen Tottenham ist der Kroate aber wieder eine ernsthafte Option für die Startelf, zumal der Offensivspieler sich seit seinem Wechsel in Windeseile bei den Bayern zurechtgefunden hat.


Um dem Spiel der Bayern in der Fremde aber noch mehr Tempo zu verleihen, dürfte Kovac auf die beiden Außenbahnspezialisten Kingsley Coman und Serge Gnabry setzen. Thomas Müller dürfte sich erneut hinten anstellen müssen.


Coutinho und Lewandowski als Unterschiedspieler


Als Spielmacher hat sich Philippe Coutinho in nur wenigen Wochen an der Säbener Straße bereits unverzichtbar gemacht. Der Brasilianer ist wie kein anderer Spieler der Münchner in der Lage, das Spiel durch nur wenige Ballkontakte schnell zu machen und dabei seine Mitspieler immer wieder in genialer Manier in Szene zu setzen.


Ein großer Profiteur der Spielintelligenz des Neuzugangs soll dabei auch gegen die Spurs die einzige Spitze Robert Lewandowski sein. Der polnische Torjäger befindet sich derzeit in einer herausragenden Form und strotzt derart vor Selbstvertrauen, dass ihn auch ein schlechter Tag, so wie jüngst gegen Paderborn, nicht davon abhält, am Ende mindestens ein Tor zu erzielen. 


Die potenzielle Aufstellung des FC Bayern: