​Der ​FC Bayern München machte sich am vergangenen Wochenende beim 3:2-Erfolg gegen den SC Paderborn das Leben selbst schwer und musste am Ende regelrecht zittern. Derartige Nachlässigkeiten wie gegen den Aufsteiger kann sich der Rekordmeister beim Gastspiel in der Champions League bei den Tottenham Hotspur mit Sicherheit nicht leisten - auch wenn die Spurs noch nicht voll in der Spur sind.


Setzt Lewandowski auch international seinen Lauf fort?


In der Bundesliga stellte Mittelstürmer ​Robert Lewandowski bei der Partie gegen die Ostwestfalen mit seinem zehnten Treffer im sechsten Bundesligaspiel einen neuen Rekord auf. Auch im ersten Spiel in der Königsklasse steuerte der Pole beim Sieg Sieg gegen Roter Stern Belgrad einen Treffer bei. Gegen die Spurs will der Angreifer seinen zuletzt mundtoten Kritikern engültig beweisen, dass er auch in absoluten Top-Spielen zur Stelle ist.


Tottenham ist Zuhause eine Macht


Der Finalist der Vorsaison zeichnet sich international bereits seit Monaten durch eine immense Heimstärke aus. So konnten die Spurs acht der letzten elf Champions-League-Spiele vor heimischem Publikum für sich entscheiden. In drei der letzten vier internationalen Heimspiele konnte das Team von Trainer Mauricio Pochettino zudem zu Null spielen. In der Premier League setzte es für den Hauptstadtklub jedoch am dritten Spieltag der aktuellen Saison eine 0:1-Heimpleite gegen Newcastle United.


Bayern auswärts lange ungeschlagen


Angesichts der Heimstärke der Briten trifft es sich besonders gut, dass die Münchner sich international in der Fremde sehr wohl fühlen. In den letzen neuen Gastauftritten in der Königsklasse verließen die Bayern nie als Verlierer den Platz und konnten sogar sechs Siege mit nach Hause nehmen. Gelingt den Bayern ein erneuter Punktgewinn, könnten sie ihre eigene Bestmarke aus der Zeit zwischen dem Oktober 2012 und dem April 2014 einstellen.


Tottenham fast immer für ein Tor gut


Auf die Abwehr der Münchner wird aller Voraussicht nach eine Menge Arbeit zukommen. So trafen die Spurs bislang in 23 ihrer 25 Gruppenspiele in der Champions League mindestens ein Mal. Auch in der heimischen Liga brachten Harry Kane, Heung-Min Son in dieser Saison lediglich bei der Niederlage gegen Newcastle kein eigenes Tor zustande.


​Hernandez-Einsatz auf der Kippe


Personell kann Niko Kovac, abgesehen von Leon Goreztka, nahezu aus dem Vollen schöpfen. Leichte Sorgen muss sich der Coach aber um seinen Verteidiger Lucas Hernandez machen. Der Neuzugang von Atletico Madrid musste gegen Paderborn leicht angeschlagen ausgewechselt werden, kann aber zumindest ​mit der Mannschaft nach London reisen. Sollte ein Einsatz schlussendlich doch zu riskant sein, wird wohl erneut Jerome Boateng in der Innenverteidigung spielen. David Alaba dürfte wieder rechtzeitig fit sein und somit die linke Defensivseite bekleiden.


Chancenwucher gegen Spurs ein No-Go


​Gegen Paderborn hatten die Bayern insbesondere in der ersten Halbzeit jede Menge exzellente Torchancen ungenutzt liegen gelassen. Obwohl Tottenham noch nicht auf dem Niveau aus der Vorsaison agiert, können sich die Bayern gegen die Spurs derartige Nachlässigkeiten aber mit Sicherheit nicht erneut leisten. 


Kovac fordert mehr Spielkontrolle


Die Münchner zeigten bislang in dieser Saison bereits einige Auftritte, die sie nicht nur in der Bundesliga in den Favoritenkreis spülen. In jeder Partie leisteten sich die Bayern bislang aber auch Phasen, in denen ihnen die Spielkontrolle entglitt. Sollte dies ausgerechnet gegen die Spurs abgestellt werden können, würden die Münchner ein deutliches Signal an die Konkurrenz senden. ​Niko Kovac fordert daher von seinen Schützlingen volle Konzentration und duldet keinerlei Nachlässigkeiten.