​Vor dem ​Champions-League-Duell des ​FC Bayern bei den Tottenham Hotspur hat sich Karl-Heinz Rummenigge zu Leroy Sané geäußert - oder besser gesagt, nicht geäußert. Zu Joshua Kimmich und seiner Kritik in den vergangenen Wochen dafür umso mehr.


"Wenn ich ehrlich bin, habe ich überhaupt keine Aufmerksamkeit auf ihn", erklärte Rummenigge gegenüber Sport1 auf Nachfrage zu ​Leroy Sané. FCB-Präsident Uli Hoeneß hatte zuletzt noch gesagt, dass sich ​die neue Bayern-Führung mit Sicherheit noch einmal über einen möglichen Transfer des Nationalspielers unterhalten werde.


Vorstandsboss Rummenigge blockt das nun ab. "Ich äußere mich überhaupt nicht über Spieler anderer Vereine, die dort noch unter Vertrag stehen. Das ist schon gemäß FIFA-Statuten nicht gestattet", so Rummenigge weiter. Nunja, in der Vergangenheit war das nicht immer der Fall, der Rekordmeister hat seine Strategie bei Sané aber längst geändert - vor allem, um ​Manchester City nicht zu verärgern.


Im Fall Sané heißt das: abwarten. Bis der Wunschspieler des Sommers wieder fit ist und bis die nächsten Transferperioden näher rücken. Ob und wann der FCB dann einen neuen Anlauf startet ist unklar. Mit Sicherheit wird die Personalie aber Thema bleiben.


Rummenigge: Kimmich muss jetzt liefern


Thema war diesen Sommer und zu Saisonbeginn auch die Zukunft des Rekordmeisters. Einer, der dabei immer wieder den Finger in die Wunde gelegt hat, ist Joshua Kimmich. Der 24-Jährige untermauerte seinen Anspruch Führungsspieler zu sein mit kernigen Aussagen in der Öffentlichkeit. 


Nach dem knappen Sieg bei Aufsteiger Paderborn legte Kimmich nach: "Wir laufen unserem Anspruch hinterher. Auch die letzten Spiele, die wir deutlich gewonnen haben, waren nicht in der Art und Weise, wie wir uns das alle vorstellen. Kein Spieler ist mit der Art und Weise zufrieden. Bis Dienstag müssen wir da was draufpacken", meinte er vor dem Topspiel in der Champions League gegen die Spurs.


Gerade wegen seiner klaren Meinung, die Kimmich immer wieder öffentlich kundtut, sieht Rummenigge den Nationalspieler in der Pflicht. "Wenn man kritisch ist, muss man die Flagge in die Hand nehmen und nach oben halten. Und dann müssen alle demjenigen hinterher rennen. Dann muss er auch große Leistung liefern. Den Anspruch muss er jetzt auch an sich selbst haben", machte der FCB-Boss gegenüber der Bild deutlich.


Das gelang diesem zuletzt aber nur bedingt. In Paderborn zeigte Kimmich eine ordentliche Leistung, zusammen mit Thiago im zentralen Mittelfeld bekam er aber gerade in Durchgang eins die Paderborner nicht immer in den Griff. Dennoch ist und bleibt Kimmich ein Spieler, der auch in Zukunft eine Führungsrolle im Team übernehmen soll und muss.


Am Dienstag gegen Tottenham hat er die nächste Chance, seinen Worten Taten folgen zu lassen.