​Christian Pulisic ist noch nicht beim FC Chelsea angekommen. Der US-Amerikaner verbrachte die vergangenen drei Premier-League-Spiele auf der Bank, seine einzige Torbeteiligung stammt aus dem 3:2-Sieg über Aufsteiger Norwich City am dritten Spieltag. Gegenüber NBC Sports zeigte sich Pulisic frustriert, aber dennoch kämpferisch.


Der 64-Millionen-Euro-Transfer, den ​Borussia Dortmund und der FC Chelsea im Januar aushandelten, erwies sich bislang vor allem als Gewinn für den BVB. Bei Chelsea kommt Pulisic nicht in Fahrt, erst in drei von sieben Ligaspielen stand der Flügelspieler in der Startformation. Im September wurde er von Frank Lampard ​einzig beim 7:1 über Viertligist Grimsby Town im EFL Cup eingesetzt, denn wenn es drauf ankommt, ist Pulisic hinter Willian, Pedro und Callum Hudson-Odoi lediglich die Nummer vier auf den Außenbahnen.


"​Natürlich ist es sehr frustrierend", erklärte Pulisic nach dem 2:0-Erfolg über Brighton & Hove Albion am Samstag, bei dem er wieder einmal zum Zusehen verdammt war. "Aber ich werde weiterhin mein Bestes geben, denn ich will spielen." 

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Chelsea-Trainer Frank Lampard (Foto) vertraut auf die Konkurrenz - für Pulisic ist aktuell kein Platz.


Dass der Schritt an die Stamford Bridge "nicht einfach" sein würde, sei ihm von Anfang an bewusst gewesen - der Frust über die mangelnde Spielpraxis ist dennoch groß: "Ich will so viele Minuten spielen, wie ich kann. Das ist mein Ziel. Es ist momentan schwer für mich. Ich muss einfach weiter lernen. Wie gesagt, ich will unbedingt aufs Feld."


Wie vor einem Jahr - Pulisic erinnert sich an Dortmund


Trainer Frank Lampard habe mit ihm "nicht so viel" über die aktuelle Situation gesprochen. "Er hat mir gesagt, dass ich weiter arbeiten und mich im Training verbessern soll, um in die Startaufstellung zurückzukehren", berichtet Pulisic, der in der abgelaufenen Saison eine ähnliche Situation erlebte.


In seinem letzten Jahr beim BVB durfte er in der Bundesliga - auch aufgrund von mehreren Verletzungen - nur neun Mal von Anfang an ran, von Oktober bis Dezember erhielt er fast ausschließlich Kurzeinsätze. Im Schlussspurt der Saison vertraute Lucien Favre aufgrund der Dreifachbelastung wieder häufiger auf seine Dienste, nun will er sich auch bei Chelsea wieder rankämpfen: "Ich muss einfach den Kopf oben halten und mich an die Arbeit machen."