​Mit dem ​dritten Saisonsieg im sechsten Spiel befindet sich ​Eintracht Frankfurt langsam wieder im gewohnten Trab. Gegen ​Union Berlin setzten sich die Adler letztendlich knapp, doch definitiv verdient durch. Nach dem Spiel gibt es einige positive Eindrücke, doch manche Baustellen bleiben weiterhin bestehen.


Top: Frankfurts neues Sturmduo


Mit Bas Dost und André Silva erhofften sich die Frankfurter im Sturm eine neue Präsenz und Effizient. Bisher blieben beide Angreifer allerdings eher hinter ihren Möglichkeiten zurück, erst am gestrigen Abend konnten beide zum ersten Mal so richtig überzeugen. Beiden Stürmern gelang ein Treffer, damit kommt das neue Duo nun langsam ins Rollen. Silva und Dost sollen nun weiter überzeugen und sich immer weiter einspielen.


Flop: Passquote

Der Sieg gegen die Eisernen war letztendlich verdient. Doch eine Schwäche offenbarte die Eintracht zunehmend, die Passquote war nämlich phasenweise unterirdisch. Nur 69 Prozent angekommene Pässe standen am Ende zu Buche, selbst die Unioner erreichten ebenfalls nur dürftige 73 Prozent. Daran sollte Trainer Adi Hütter mit seinem Team arbeiten.


Top: Auswärtssieg


Für die Frankfurter war es der erste Auswärtssieg der ​Bundesligasaison. Bisher taten sich die Adler in der Fremde immer schwer, nur im Pokal und den ersten beiden Quali-Runden der Europa League gelangen Auswärtserfolge. Nun zeigte sich die Hütter-Elf deutlich stabilisierter und reifer. Der erste Sieg in der Fremde dürfte der Mannschaft Mut für die kommenden Begegnungen geben.


Flop: Sorgen um Hasebe und Trapp


​Trotz des Sieges gegen den Aufsteiger gab es gleich zwei Wermutstropfen. Denn kurz nach der Partie wurden die beiden Frankfurter Makoto Hasebe und Kevin Trapp vom medizinischen Personal durchgecheckt und behandelt. Der Japaner und sein Schlussmann prallten kurz vor dem Abpfiff zusammen und trugen beide Blessuren davon. Hasebe war sogar kurzzeitig bewusstlos und wurde intensiv am Kopf begutachtet. Trapp fiel auf die Schulter und wird nun weiter untersucht, für die Europa League am Donnerstag sind sie zumindest fraglich.


Top: Djibril Sow


Für die Eintracht war es der Abend der Neuzugänge, ​denn zu den besten Akteuren auf dem Platz zählte auch der Schweizer Djibril Sow. Mit ganzen 12,74 abgespulten Kilometern war er mit Abstand der laufstärkste Profi, dazu gelang ihm die Torvorlage zum 2:0. Nicht immer glänzte er am Ball, doch als aktiver Arbeiter und Unruheherd konnte er sich deutlich besser in das Spiel einbinden. Nach einem schwierigen Start wird er nun immer besser.


Flop: Defensive Anfälligkeit


Zumindest eine kleine Schwäche offenbarte die Eintracht auch in der Defensive, denn dem Aufsteiger gelangen durchaus immer wieder gefährliche Angriffe. Beim Anschlusstreffer kurz vor dem Ende ​der Partie wurden die Berliner vor dem Strafraum nicht wirklich angegriffen. Damit bleibt die Eintracht bei erst einem gegentorlosen Spiel in der Liga. In einigen Duellen könnten solche Fehler durchaus entscheidender werden.