​Fußball wird zu 80 Prozent im Kopf entschieden. Wenn dann noch die richtigen Köpfe zusammenkommen, wenn also die sogenannte "Chemie" stimmt, sind dem sportlichen Erfolg keine Grenzen gesetzt. Dies scheint ein Allgemeinplatz zu sein - ist aber deswegen nicht weniger richtig. Anschaulich dargestellt wird dies gerade im aktuellen Kader des ​FC Bayern München


Neu-Verpflichtungen bringen gute Stimmung ins Team


Der hat nämlich in diesem Sommer eine Blutauffrischung erfahren. Mit Lucas Hernández, Benjamin Pavard, Ivan Perisic und natürlich Philippe Coutinho kamen vier renommierte Neuzugänge in den auch zuvor schon nicht schlecht besetzten Kader der Münchener. 

Bislang können sich die Macher an der Säbener Straße nur gratulieren: alle vier sind eingeschlagen. 


So was führt natürlich zu einer gewissen Entspannung und Lockerheit bei allen Beteiligten. Beobachter wollen deshalb einen neuen, harmonischeren Geist innerhalb der Mannschaft ausgemacht haben. 


Gemeinsame Mannschaftsabende wie kürzlich auf dem Oktoberfest kräftigen ein Mannschaftsgefüge darüber hinaus. Man lacht wieder mehr, auch im Training. "Wir nehmen das im Inner Circle auch wahr, die Stimmung ist gut", bestätigt ​Niko Kovac diesen positiven Trend. Das liege, so der Trainer, zu einem guten Teil auch an den Neuangekommenen, die "richtig gute Charaktere" seien (Münchener Abendzeitung). 


Die "Alten" machen es den Neuen leicht


Doch gegenüber Sport1 wollte Kovac auch nicht die Alteingesessenen vergessen, die den Neuen die Ankunft so leicht gemacht haben: "Die Jungs, die schon länger dabei sind, haben sie wirklich fantastisch aufgenommen", ist Kovac voll des Lobes über den derzeit exemplarisch gelebten Teamgeist in der Truppe. Genau dieser könne, so Kovac, am Ende "das kleine Etwas sein, ob es in die oder in die Richtung geht".


Da hat er Recht, der Kovac. Die Fußballhistorie ist voll von Mannschaften, die von der reinen fußballerischen Qualität nicht zu den allerbesten gehörten, dieses Manko aber durch einen unerschütterlichen Teamgeist zu kompensieren wussten und dadurch in ungeahnte Höhen vorstießen. Die Wankdorf-Elf von 1954 ist aus deutscher Sicht wohl das eindringlichste Beispiel hierfür.