​Die ​Frankfurter Eintracht gibt am Freitagabend ihre Visitenkarte beim ​1. FC Union Berlin ab. Nach drei sieglosen Pflichtspielen peilen die Hessen gegen den Aufsteiger drei Punkte an. Cheftrainer Adi Hütter warnte im Vorfeld der Partie jedoch eindringlich davor, den Hauptstadtklub zu unterschätzen.


"Union hat gegen Dortmund gezeigt, dass sie vor ihren eigenen Fans nicht zu unterschätzen sind. Das Spiel haben sie verdient gewonnen", betonte Hütter auf der Pressekonferenz am Mittwoch. "Klar ist, dass die Partie bei dieser Atmosphäre nicht einfach wird. Wir müssen das Spiel und den Kampf von der ersten Minute an annehmen", erklärte der Österreicher, der bei seiner Defensive noch Luft nach oben sieht. "Wir kriegen für meinen Geschmack aktuell noch zu viele Gegentore. Wir müssen uns in der Rückwärtsbewegung und bei der Arbeit gegen den Ball verbessern", so Hütter, der personell fast aus dem Vollen schöpfen kann. 

Im Vergleich zum jüngsten ​2:2-Unentschieden gegen Borussia Dortmund wird Hütter wohl die eine oder andere Veränderung an seiner Startelf vornehmen, zumal in der nächsten Woche bereits das zweite Gruppenspiel in der Europa League auf dem Programm steht. Keinen Wechsel wird es zwischen den Pfosten geben. An Rückkehrer ​Kevin Trapp gibt es nichts zu rütteln.


Fragezeichen hinter Rode

Für die Besetzung der Dreierkette hat Hütter trotz des Ausfalls von Marco Russ (Achillessehnenriss) wieder mehrere Alternativen zur Verfügung. Martin Hinteregger und Makoto Hasebe waren in den letzten Partien gesetzt und dürften erneut beginnen. Für Almamy Touré könnte David Abraham in Startelf rücken. Evan Ndicka stellt ebenfalls eine Option dar. 


"Sebastian Rode (Knieprellung, Anm. d. Red.) hat heute einen Teil des Trainings absolviert. Es hat gut ausgesehen", erklärte Hütter. "Ob er für Freitag aber schon ein Thema ist, lasse ich noch offen." Ein Risiko wird man beim Ex-Dortmunder sicherlich nicht eingehen, weshalb ein Einsatz eher unwahrscheinlich ist. Im zentralen Mittelfeld könnte erneut das Duo Dominik Kohr/​Djibril Sow das Vertrauen erhalten. 


Dost oder Paciencia?

Mit Gelson Fernandes hat sich Hütter gegen den BVB für eine etwas defensivere Ausrichtung entschieden. In Berlin spricht vieles für den Einsatz von Daichi Kamada, der im offensiven Mittelfeld für Furore sorgen soll. Auf den Außenbahnen dürften Danny da Costa (rechts) und Filip Kostic (links) beginnen.


Im Angriff könnte es erneut einen Wechsel geben. Da André Silva derzeit offenbar die besten Karten in der Hand hat, wird Bas Dost wohl Goncalo Paciencia ersetzen.


Die voraussichtliche Aufstellung von Eintracht Frankfurt im Überblick: