​Vor wenigen Wochen bestritt der ​SV Werder Bremen während der Länderspielpause ein Testspiel gegen ​Hannover 96. Dies fand allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, viel mehr als das Ergebnis (1:0) wurde nach der Partie nicht veröffentlicht. Einer der Gründe für den Test sollte der vereinslose Verteidiger ​Mamadou Koné sein, der an diesem Tag für Werder auflief.


Testspiele ohne Fans und Presse sind im modernen Fußball keine große Besonderheit. Immerhin wollen die Teams einzelne Systeme oder Spieler im Geheimen testen, um keine Eindrücke weiterzugeben. So ist es am 5. September beim Duell zwischen Werder Bremen und ​Zweitligist Hannover 96 geschehen.


Nach nur wenigen Spieltagen in den jeweiligen Ligen wollten sich beide Vereine weiter auf die kommenden Wochen vorbereiten und noch einiges ausprobieren. Dazu gehörte auch der momentan vereinslose Mamadou Koné, der an diesem Tag für den SV Werder Bremen auflief. Sportchef Frank Baumann bestätigte dies gegenüber der Bild.


"Stimmt, er war für uns im Einsatz. Es passte gut, da wir zu dem Zeitpunkt kaum Innenverteidiger zur Verfügung hatten. Er hat einen guten Eindruck gemacht", so der 43-Jährige. Im Nachhinein tauchte sein Name allerdings nicht auf der Spielstatistik auf, aus Gründen der Geheimhaltung und der fehlenden Notwendigkeit.


Kein Bedarf für Koné


Denn Baumann versicherte, dass der Innenverteidiger keine kurzfristige Lösung sei: "Perspektivisch ist er interessant. Wir könnten ihn jetzt aber nicht weiterverleihen und haben eh schon mehr Leihspieler als ursprünglich geplant. Ich gehe davon aus, dass er in Kürze bei anderem Klub unterschreiben wird."​ Zuletzt war der 22-Jährige in seiner Heimat Mali aktiv, weiterhin ist er für alle Vereine also eine Option. Ausgerechnet Testspielgegner Hannover gilt ebenfalls als interessiert.


Bremen hat sich allerdings erst einmal von einer Verpflichtung distanziert. Selbst in Zeiten der großen Personalnot wäre der Verteidiger auf lange Sicht keine Verstärkung für den Kader. Die Klasse für die ​erste Liga wies er nicht auf, junge Talente hat Werder genug. Weiter auf der Liste dürfte der Profi dagegen bei den 96ern stehen. Dort machte er ebenfalls einen guten Eindruck, vielleicht werden die Mühen bald mit einem Vertrag belohnt.