​Während seiner aktiven Karriere war Carles Puyol ein Inbegriff für die weltweite bekannte Mentalität des ​FC Barcelona. Zwanzig Jahre lief er für die Katalanen auf, stets ging er als Vorbild voran. Seitdem er seine Laufbahn 2014 beendete, wurde es allerdings ruhiger um den Spanier. Nun wollte sich der Serienmeister erneut mit Puyol zusammentun, Barça bot ihm den Posten des Sportdirektors an.


100 Länderspiele für Spanien, 593 Duelle mit dem FC Barcelona und eine ganz große Karriere stehen für den beim FC Barcelona unglaublich geschätzten Carles Puyol zu Buche. Zu Beginn der 2000er wurde er bei Barcelona zum Profi, fast 15 Jahre lang war er danach eine enorme Stütze, Kapitän und Symbolfigur der Barça-Familie.


2014 hing er die Fußballschuhe an den Nagel, mit damals 36 Jahren sah er die Zeit gekommen. Vergessen hat ihn in Katalonien seitdem niemand. Als Fußballbotschafter und Experte reist er seitdem durch Europa und arbeitete nebenbei als Spielerberater. Eine Rückkehr zum FC Barcelona wird es in nächster Zeit allerdings nicht geben.


Barcelona: Vorerst kein Comeback für Puyol


Denn Puyol lehnte ein Angebot des Klubs in Bezug auf einen Posten als Sportdirektor ab. Das verkündete der 41-Jährige auf Twitter: "In den letzten Wochen gab es verschiedene Gerüchte über eine mögliche Anstellung von mir als Sportdirektor beim FC Barcelona. Deshalb fühle ich mich gezwungen, der ganzen Familie meine Entscheidung mitzuteilen, die ich sehr lange überdacht habe."


Wie folgt führt er seine Begründung aus: "Ich habe mich entschieden, das Angebot des Klubs nicht anzunehmen. Es war keine leichte Entscheidung, auch wenn ich immer gesagt habe, dass ich dahin zurückkehren will, was ich als Zuhause betrachte, sondern weil ich in verschiedene eigene Projekte involviert bin."


Für seine vielen verschiedenen Unternehmungen und Pläne rund um den Fußball würde er mit einem hohen Amt im Klub keine Zeit mehr finden.


Barça will Ansu Fati nicht zur U17-WM abstellen


Viel Aufregung gibt es in Barcelona momentan auch um Shootingstar Ansu Fati. Der erst 16-Jährige sorgte bei Barça in den letzten Wochen für viel Aufmerksamkeit und zeigte teilweise geniale Leistungen auf dem Platz. Das Edeljuwel stand zuletzt allerdings aufgrund seiner Nationalität im Fokus der Öffentlichkeit. Der in Guinea-Bissau geborene Star, wurde vom spanischen Fußballverband angeworben.


Aufgrund seines enormen Talents sollte der Angreifer nämlich mit einem spanischen Pass ausgestattet werden. Damit könnte er unter anderem für die in wenigen Wochen stattfindende U17-Weltmeisterschaft in Brasilien auflaufen. Damit hatte der Verband Erfolg und ​Ansu Fati besitzt nun ebenfalls spanische Papiere.


Doch der FC Barcelona will dazwischen grätschen. Wie die Marca berichtet, wolle der Klub den Akteur gar nicht für das Nachwuchsturnier abstellen. Für die Katalanen wird der Jungprofi immer wichtiger, vor allem in den kommenden Wochen braucht Barça ihn und seine Genialität. Zum Start des Turniers am 26. Oktober findet ebenfalls das berüchtigte "El Clásico" gegen ​Real Madrid statt.


Mit sechs Einsätzen in der ​Liga, lief er als einer der wenigen Profis bisher immer auf. Doch sollte ihn der Verband in den kommenden Tagen letztendlich nominieren, dürfte Barcelona nur wenig Mitspracherecht haben. Denn die Abstellpflicht für Länderspiele in Spanien betrifft auch Youngster. Womöglich muss der FCB also erst einmal auf den Shootingstar verzichten.