Diego Demme gehört bei ​RB Leipzig noch zu den Spielern, die den Verein aus der dritten Liga bis in die erste Liga brachten: Fast sechs Jahre spielt er schon für die Sachsen, doch das hätte sich im Sommer ändern können - auch wenn er das Vertrauen von Julian Nagelsmann schätzt, bleibt sein Wechselwunsch ins Ausland für die Zukunft noch bestehen.


​Zur Rückrunde der letzten Drittliga-Saison 2013/14 kam Diego Demme für gerade einmal 350.000 Euro vom SC Paderborn zu den Leipzigern. Seitdem hat er insgesamt 197 Pflichtspiele für seinen Verein absolvieren können. 


Demme dachte offen über Wechsel nach


Diese Serie hätte in diesem Sommer jedoch enden können, wie er gegenüber dem kicker zugibt: "Da habe ich mir schon mal kurz Gedanken gemacht, ob ich den Weg woanders weitergehen soll. Aber die ersten Gespräche mit Julian Nagelsmann und Sportdirektor Markus Krösche gaben mir ein gutes Gefühl."


Der Grund dafür, dass solche Überlegungen überhaupt Fuß fassen konnten, war Demmes Reservistenrolle unter Ralf Rangnick in der letzten Saison. Wenn er spielte, tat er dies meistens nur als Joker für wenige Minuten oder als Ersatz, falls anderen Spielern eine Verletzung einen Strich durch die Rechnung machte. So überlegte der 27-Jährige, ob er seine Zukunft woanders sieht. 


Nach den ersten Gesprächen mit dem neuen Coach Nagelsmann fand er sich jedoch in einer besseren Position wieder, so Demme: "Mir wurde versichert, ​dass man mich braucht und auf mich setzt. Das hat mich davon überzeugt, hierzubleiben."

Unter Nagelsmann ein wichtiger Spieler


Beim 1:1-Unentschieden gegen ​Bayern München war er beispielsweise eine enorm wichtige Figur. In der Halbzeit eingewechselt, stellte Nagelsmann die Taktik mit Demme im zentralen Mittelfeld um, sodass Leipzig dort deutlich mehr Kontrolle gewinnen konnte. Das verkürzte Resultat: Die Gefährlichkeit der Bayern wurde stark verringert, die eigene Spielkontrolle konnte aufgebaut und durch einige gute Vorstöße umgesetzt werden. 


Dass es womöglich eine Anfrage des AC Florenz gegeben haben soll, lächelte er als Gerücht beiseite. Dennoch stellte er klar, dass er den Traum eines Auslandswechsels noch hegt: "Definitiv. Italien, Spanien, irgendwas in dieser Richtung will ich auf jeden Fall noch mal machen."


Sein aktueller Vertrag läuft noch bis 2021. Ob er diesen erfüllt, steht nicht fest - er könnte auch im kommenden Sommer wechseln, denn dann könnte man aus RBL-Sicht noch eine Ablöse generieren.