Mit dem Beginn der internationalen Wettbewerbe treten auch Mannschaften aus den Ligen in Erscheinung, die außerhalb der Landesgrenzen sonst ein spärliches Publikum besitzen. Doch auch außerhalb der fünf besten europäischen Ligen gibt es genügend Fußballtalente, denen eine große Karriere bevorsteht. In der folgenden Übersicht stellt 90min sieben solcher Akteure vor.


Rúben Dias

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Rúben Dias ist ein waschechtes Eigengewächs von Benfica SL. Seit 2008 spielt der Innenverteidiger für die Adler, seit seinem Debüt in der Saison 2017/18 ist er nicht mehr aus der Stammformation wegzudenken.


Mittlerweile spielt er auch regelmäßig bei der portugiesischen Nationalmannschaft, mit ​Manchester United und ​Manchester City sollen sich zwei englische Spitzenklubs intensiv mit ihm beschäftigen. In der Champions League hat er nun die Chance, eine gute Visitenkarte bei weiteren Klubs abzugeben. 


Dominik Szoboszlai

FC Salzburg vs KRC Genk  - Champions League Group E

Dominik Szoboszlai ist ein typisches Talent aus der Schmiede von RB Salzburg. Der 18-jährige Ungar wurde im März 2017 verpflichtet, an den FC Liefering abgegeben und spielt seit Januar 2018 wieder beim österreichischen Serienmeister.


Sein Marktwert liegt mittlerweile bei zwölf Millionen Euro, nach nur 30 Pflichtspielen ist das Interesse groß. Im Sommer wurde er mit ​Arsenal London in Verbindung gebracht, in der ungarischen Nationalmannschaft ist er schon jetzt einer der Schlüsselspieler für die Zukunft. Sein Vertrag läuft bis 2022, möglicherweise wird er aber schon im kommenden Jahr den nächsten Schritt machen. 


Dani Olmo

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Über die Zukunft von Dani Olmo wurde in diesem Sommer heiß spekuliert. Zahlreichen Klubs wurde das Interesse am spanischen offensiven Mittelfeldspieler nachgesagt, dennoch musste er bei Dinamo Zagreb bleiben. 


Dort lieferte er in 109 Einsätzen 55 Torbeteiligungen, nicht zuletzt aufgrund seiner starken Leistungen bei der U21-Europameisterschaft stieg sein Marktwert auf 30 Millionen Euro. Dass er in eine der Top-5-Ligen wechselt, ist nur eine Frage der Zeit.


Fedor Chalov

Fyodor Chalov,Zoran Nizic

Russische Profis fliegen bisweilen ein wenig unter dem Radar, denn nur wenige schaffen es, sich außerhalb der Heimat durchzusetzen. Fedor Chalov könnte der Sprung durchaus gelingen.


Das Eigengewächs von ZSKA Moskau traf in 97 Einsätzen 34 Mal, allein in der abgelaufenen Saison war er in der Premier Liga 15 Mal zur Stelle. Nach einem erfolgreichen Start in die neue Spielzeit könnte schon bald der ein oder andere Klub auf ihn aufmerksam werden, falls irgendwo ein kaltschnäuziger Stürmer gesucht wird.


Lovro Majer

Im Schatten von Dani Olmo entwickelt sich Lovro Majo zu einem wichtigen Baustein bei Dinamo Zagreb. Der kroatische U21-Nationalspieler lieferte in dieser Saison bereits vier Torvorlagen und scheint, an seine erfolgreiche Zeit bei Lokomotiva Zagreb (62 Spiele, 18 Tore, 16 Assists) langsam aber sicher anknüpfen zu können. Im ersten Gruppenspiel gegen Atalanta Bergamo (4:0) durfte er sein Können aber noch nicht unter Beweis stellen. 


Edson Alvarez 

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Als Nachfolger des zu Juventus Turin abgewanderten Matthijs de Ligt sicherte sich Ajax Amsterdam die Dienste von Edson Alvarez - dachte man zumindest. Der Mexikaner kam für 15 Millionen Euro von CF América und wusste bislang zu überzeugen, allerdings wird er von Erik ten Hag aufgrund seiner Stärken im Dribbling und im Passspiel im defensiven Mittelfeld eingesetzt.

​Da Ajax in der Vergangenheit so manchen Spieler weiterentwickelt hat, ist auch bei Alvarez ein klarer Fortschritt zu erwarten. Schon jetzt spielt er stark auf, die Tendenz geht weiter nach oben.


Erling Håland

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Viele Nachwuchsspieler träumen mit Sicherheit davon, bei ihrem Champions-League-Debüt gleich einen Hattrick zu erzielen. Erling Håland ist dieses Kunststück beim 6:2-Erfolg von RB Salzburg über KRC Genk gelungen.


Dem Norweger wird schon jetzt eine große Karriere vorausgesagt, schließlich erzielte er in zehn Pflichtspielen in dieser Saison bereits 17 Tore. In Salzburg kann er sich in aller Ruhe auf den nächsten Schritt vorbereiten, möglicherweise führt dieser ja sogar nach Leipzig, sollte Timo Werner den Klub im nächsten Jahr verlassen