Sie verzückten in der vergangenen Saison ​Eintracht Frankfurt und die Bundesliga: Sebastien Haller, Luka Jovic und Ante Rebic - die Büffelherde. Im Sommer zogen alle drei weiter und spülten der SGE über 100 Millionen Euro in die Kassen. 90min wirft einen Blick darauf, wie es für das Trio bei ihren neuen Arbeitgebern läuft. 

Sebastien Haller - West Ham United

Er war der Alphabüffel in der Herde: Sebastien Haller. Mit seiner physischen Präsenz, seiner ganz feinen Ballbehandlung und seinem unverkennbarem Torriecher. Im Sommer entschied sich der Franzose gegen einen Verbleib bei der Eintracht, aber auch gegen den Sprung zu einem Top-Club. Stattdessen zog es Haller zu West Ham United - und wurde dafür mitunter scharf kritisiert. Mittlerweile zeigt sich aber, dass die Entscheidung nicht ganz so blöd war. 

Mit den Hammers steht​ Haller nach sechs Spieltagen in der Premier League auf Rang Sechs; am Wochenende setzte sich West Ham mit 2:1 gegen Manchester United durch. Haller ist unter Trainer Manuel Pellegrini gesetzt und konnte sich bereits drei mal auf die Anzeigetafel schreiben. Mit seiner Spielintelligenz und Qualität verleiht er den Hammers die in der vergangenen Saison noch fehlende Klasse im Sturmzentrum. Haller und West Ham sind auf dem Weg nach oben - anders als die anderen beiden Büffel... 


Luka Jovic - Real Madrid


Für Luka Jovic läuft es bedeutend schlechter. Der Serbe wagte (anders als Haller) im Sommer den Schritt in die Beletage und wechselte für 60 Millionen Euro zu ​Real Madrid. In der spanischen Hauptstadt hat Jovic mit Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen: In fünf Einsätzen für Real gelang Jovic noch keine Torbeteiligung, zudem stand er erst einmal in der Startelf - ein Spiel über die volle Distanz steht noch nicht auf Jovic' Konto. 

Seine Qualitäten konnte er bei seinem neuen Arbeitgeber zwar ein ums andere Mal andeuten, bei Real Madrid weht jedoch ein anderer Wind, als in Frankfurt. Für teuer Geld verpflichtet, erwartet man bei den Galaktischen Tore von Jovic, die er bisher aber noch nicht liefern konnte. Dass Real zudem in Liga und Champions League schwächelt, spielt dem Serben ebenfalls nicht in die Karten. Jovic sollte schnell in die Spur finden - oder er landet in Madrid bald auf dem Abstellgleis. 

Ante Rebic


Last man Standing war in Frankfurt Ante Rebic. Und lange Zeit sah es sogar so aus, als würde er der SGE treu bleiben. Am Ende entschied sich der letzte verbliebene Büffel dann aber doch dazu, andernorts zu grasen; Mailand ist das neue Zuhause des Wirbelwinds, im Tausch mit Andre Silva zog es Rebic zum AC. In bislang zwei Kurzeinsätzen konnte Rebic seinen Fußabdruck bei den Rossoneri aber noch nicht hinterlassen. 

Im Fokus stehen bei Rebic derzeit auch ganz andere Dinge. Für seine rote Karte in der Europa-League-Quali gegen Straßburg (damals noch im Eintracht-Dress), wurde er nachträglich für fünf Europapokal-Spiele gesperrt. Sollte sich Milan in dieser Saison für das internationale Geschäft qualifizieren, muss der Kroate seinem Arbeitgeber über fast den gesamten Gruppenverlauf zuschauen. Aktuell sieht es bei den Lombarden aber auch nicht wirklich nach der europäischen Bühne aus: nach vier Spieltagen rangiert Milan mit nur sechs Zählern auf Tabellenplatz 12 in der ​Serie A.