​Aus deutscher Sicht verlief die Premiere der Nations League alles andere als erfolgreich: Nach dem WM-Debakel 2018 ​stieg das DFB-Team auch aus der A-Liga ab - eigentlich. Denn die UEFA hat wohl andere Pläne und will aufstocken. Deutschland würde dann in der A-Liga bleiben.


Der europäische Fußballverband hält die Sitzung des Exekutivkomitees am Dienstag im slowenischen Ljubljana ab. Dort soll beschlossen werden, dass die Nations League weiter aufgestockt wird. In der A-Liga sollen sich dann 16 statt bisher zwölf Mannschaften tummeln, die Gruppen von drei auf vier Teams erweitert werden. Heißt für Deutschland: Weiter geht's in Liga A.


Alle Absteiger bleiben in Liga A


Zusammen mit den anderen drei Absteigern Kroatien, Island und Polen soll das DFB-Team in der höchsten Liga bleiben. Die Aufsteiger aus Liga B (Bosnien-Herzegowina, Ukraine, Schweden, Dänemark) kommen mit dazu.


"Grundsätzlich freue ich mich, wenn es so kommt. Hochkarätige Spiele sind für uns natürlich sehr wichtig und willkommen. Der Nachteil wäre: Wir hätten dann für anderthalb Jahre keine Termine mehr für Freundschafts-Länderspiele. Es gäbe auch keine Gestaltungsmöglichkeit, was Tag und Uhrzeit der Nations-League-Spiele angeht", erklärte DFB-Direktor Oliver Bierhoff gegenüber der Bild.


Kleinere Verbände wollen mehr Einnahmen


Die Hauptantriebsfeder für die Reform komme aber von den kleineren Verbänden, will die Bild wissen. Diese finden nur schwer Testspielgegner und würden mit mehr Pflichtspielen auch mehr gesicherte Einnahmen von der UEFA bekommen.