​Der ​1. FC Köln musste sich am Samstag dem ​FC Bayern München mit 0:4 geschlagen geben. Obwohl die Partie ​​eine klare Angelegenheit war und die Kölner sich die Niederlage mit Sicherheit unterm Strich selbst zuzuschreiben hatten, nahm Sportvorstand Armin Veh nach der Partie Schiedsrichter Patrick Ittrich ins Visier. Der verbale Ausbruch des 58-Jährigen dürfte nun vom DFB-Kontrollausschuss untersucht werden.


Veh war dabei mit gleich mehreren Entscheidungen des Unparteiischen alles andere als zufrieden. Die Situation, die das Fass aber endgültig zum Überlaufen gebracht hatte, war in der 59. Spielminute ein Foulspiel von Kölns Verteidiger Kingsley Ehizibue gewesen, der im eigenen Sechzehner Philippe Coutinho zu Fall gebracht hatte. 


Ittrich zeigte daraufhin zu recht auf den Elfmeterpunkt, die Rote Karte für den 24-Jährigen war aber auch objektiv betrachtet durchaus überzogen und so wurden die Geißböcke nicht nur durch den verwandelten Elfmeter, sondern auch durch die gut halbstündige Unterzahl gleich doppelt bestraft.

FBL-GER-BUNDESLIGA-BAYERN-MUNICH-COLOGNE

Auch Effzeh-Kapitän Jonas Hector war mit Patrick Ittrich häufig uneins


Nach der Partie konnte Veh seinen Unmut nicht länger zurückhalten und blies laut der BILD zur ​verbalen Attacke in Richtung des Referees: "Die Entscheidung passte zur Leistung des Schiedsrichters. Katastrophe! Er hätte auch das rote Trikot der Bayern anziehen können." 


Veh droht Nachspiel mit dem DFB

Konfrontiert mit den Aussagen des angesäuerten Funktionärs, kündigte Dr. Anton Nachreiner, seines Zeichens Vorsitzender des DFB-Kontrollausschusses gegenüber dem Boulevardblatt mittlerweile mögliche Konsequenzen an. "Sollte Armin Veh das so gesagt haben, wird dies Anfang der Woche sicher auch ein Thema beim Kontrollausschuss sein", so der 64-Jährige.


Obwohl auch Veh, der bekanntlich mit allen Wassern gewaschen ist, vermutlich weiß, dass das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist, versuchte er im "Doppelpass" auf Sport1 am Sonntagvormittag seine Aussagen etwas zu relativieren: "So einen Spruch macht man mal, das ist nicht so schlimm. Ich habe ihn nachher noch getroffen, und wir haben ein gutes Gespräch geführt." Da verbale Attacken auf Schiedsrichter beim DFB gar nicht gerne gesehen sind, dürfte der Sportvorstand aber wohl nicht ungeschoren davonkommen.