Die Vorwürfe aus der Führungsetage des FC Bayern lassen Joachim Löw kalt. Der Bundestrainer gab sich gegenüber ​BILD am Sonntag ob der harschen Kritik von Uli Hoeneß gelassen und steht weiterhin zu seinem Wort.


Erst vor wenigen Tagen äußerte er sich auf Nachfrage des Boulevardblatts zur Torwart-Diskussion um Manuel Neuer und Marc-André ter Stegen. Letzterer bezeichnete die Länderspielreise Anfang September als "schweren Schlag", Kapitän Neuer empfand diese Aussage als mannschaftsschädigend. 


"Wir alle können uns doch nur freuen, mit Manuel Neuer und Marc-Andre ter Stegen zwei Weltklassetorhüter zu haben", so Löw. "Andy Köpke und ich stehen zu unserem Wort, dass auch Marc seine Chancen bei uns bekommen wird. Wir können seine Enttäuschung verstehen, doch es ist nun mal so, dass nur einer spielen kann. Im Juni hatten wir ihn eingeplant, da war er leider angeschlagen. Manu hat bei uns zuletzt sehr gute Leistungen gezeigt. Er ist unser Kapitän."


Löw lässt sich "nicht beeinflussen"


Auf die bereits von Oliver Bierhoff zurückgewiesenen ​Vorwürfe von Bayern-Präsident Hoeneß sowie dem Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge, beim DFB werde "nie so richtig Klartext gesprochen" und ter Stegen schade Neuer mit einem Sachverhalt, den er "nur mit Jogi Löw zu besprechen" habe (via Spox), reagiert der Bundestrainer äußerst entspannt: "Von so was lasse ich mich nicht beeinflussen. Das lässt mich völlig entspannt in die Zukunft blicken", sagte er gegenüber BILD am Sonntag.


Kimmich widerspricht Hoeneß


Mit Joshua Kimmich äußerte sich beim 'Aktuellen Sportstudio' des ZDF ein weiterer Akteur des deutschen Rekordmeisters zur jüngsten Eskalation in der Torwart-Debatte. ​Der Rechtsverteidiger nahm ter Stegen in Schutz, in seinen Augen sei Neuer aber noch immer die klare Nummer eins: "Was der Marc gesagt hat, war nichts Schlimmes. Er hat nur gesagt, dass er enttäuscht ist. Natürlich kann ich das verstehen [...] So wie Manu derzeit hält, gibt es keine Frage, wer im Tor steht."